XENOS-Panorama-Berlin

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Abschlusstagung "Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen an der Schule", 01.06.2012

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Die Debatte um Jungen in Bildungsinstitutionen greift relevante Fragestellungen auf, bezieht sich aber häufig auf verkürzte Darstellungen geschlechtsbezogener Phänomene und weist überdies Leerstellen auf. Im Rahmen des Projekts "Jungenarbeit und Schule" wurden seit 2009 Fortbildungsreihen für Lehrkräfte und Sozialpädagog_innen entwickelt, in denen die komplexen Zusammenhänge geschlechtlicher Anforderungen an Jungen in den Blick genommen und praxisrelevante pädagogische Konzepte und Methoden vorgestellt wurden. Neben der Bearbeitung eines breiten Spektrums von Themenfeldern unter geschlechterreflektierten Fragestellungen wurden Schwerpunkte auf die Bearbeitung alltäglicher Herausforderungen in der pädagogischen Arbeit der Teilnehmenden gelegt und Methoden der kollegialen Beratung und Konfliktbearbeitung eingeführt. Die Erfahrungen und Ergebnisse der insgesamt 8-tägigen Fortbildungen, die in acht Bundesländern in Kooperation mit den pädagogischen Landes- und  Kommunalen Fortbildungsinstituten für Lehr- und pädagogische Fachkräfte durchgeführt wurden, werden auf dem Fachtag am 01.06.2012 durch die Projektmitarbeiter_innen anhand ausgewählter Schwerpunkte vorgestellt und diskutiert.

 

Programm der Tagung "Geschlechterreflektierte Arbeit mit Jungen in Schule und Jugendarbeit. Konzepte – Erfahrungen – Perspektiven"

9.30 Anreise und Begrüßungskaffee

10.00 Begrüßung und Projektpräsentation

10.30 Vortrag: „Die Jungen“ gibt es nicht, aber sie brauchen Jungenarbeit!? Jungenarbeit zwischen Identitätskritik und Subjektorientierung (Bernard Könnecke, Olaf Stuve)

11.45 Vortrag: Von der Angst, das eigene Geschlecht verboten zu bekommen – Häufige Missverständnisse in der Erwachsenenbildung zu Geschlecht (Katharina Debus)

12.45 Mittagspause

14.00 Workshops

  1. Selbstreflexives und biographisches Arbeiten in der Erwachsenenbildung mit Pädagog_innen (Klaus Schwerma, Marko Fürstenow)
  2. Homophobie und Heteronormativität – Unterschätzte Themen in der Jungenarbeit und Erwachsenenbildung (Bernard Könnecke)
  3. Wenn Methoden nach hinten losgehen – Dramatisierung und Entdramatisierung in Methoden zu Geschlechterbildern (Katharina Debus)
  4. Rechtsextremismus und Männlichkeit – Eine methodische Annäherung (Olaf Stuve)
  5. Aktenzeichen XX0XY ungelöst – Intersexualität als Thema geschlechterreflektierender Bildungsarbeit (Vortrag und Diskussion, Andreas Hechler)

15.45 Kaffeepause

16.15 Vortrag: „Die sind eben so…“ – Klasse und Rassismus als Kulminationspunkte geschlechtsbezogener Vorurteile (Katharina Debus, Olaf Stuve)

16.45 Ausblick und Verabschiedung

 

Abends ab 20 Uhr gemeinsamer Ausklang mit kleinem Buffet und Getränken im Stadtzentrum, Ort wird noch bekannt gegeben.

 

Veranstaltungsleitung:

Katharina Debus, Bernard Könnecke, Klaus Schwerma, Olaf Stuve (alle Dissens e.V.)

 

WANN: 01.06.2012

WO: Sozialpädagogisches Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg, Königstr. 36b, 14109 Berlin. Informationen zur Anfahrt

Anmeldung: Die Anmeldung erfolgt unter der Kursnummer 2018/12 online unter  http://sfbb.berlin-brandenburg.de/sixcms/detail.php/548727/sfbb_anmeldung

Kosten: 7 €, Barzahlung vor Ort. Darin enthalten ist die Tagesverpflegung.

 

Eine Kooperation von Dissens e.V. und dem Sozialpädagogischen Fortbildungsinstitut Berlin-Brandenburg (SFBB)

 

Verantwortliche Ansprechpartnerin im SFBB: Claudia Lutze

030 48481 308

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http://sfbb.berlin-brandenburg.de

 

Ansprechpartner_innen zum Programm des Fachtags: Dissens e.V.

Bernard Könnecke, Klaus Schwerma, Katharina Debus, Olaf Stuve

030 54 98 75 40

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www.jungenarbeit-und-schule.de, www.dissens.de

 

Das Projekt "Jungenarbeit und Schule" wird gefördert durch das Programm "XENOS - Integration und Vielfalt" mit Mitteln des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales und des Europäischen Sozialfonds.

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 14. Mai 2012 um 15:12 Uhr
 

Dokumentation XENOS Transferworkshop Oktober 2011

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Zum Ende der ersten Förderrunde von "XENOS - Integration und Vielfalt" lud die Programmkoordination im Oktober 2011 bundesweit alle Projekte zu einem Transferworkshop in Bonn. Ziel der Veranstaltung war es, den fachlichen Austausch über bewährte Konzepte, Methoden und Handlungsansätze zum Transfer und der Verstetigung der Projektergebnisse zu stärken. Aufbauend auf der Auswertung der Sachberichte aus den Jahren 2009 und 2010 diskutierten die Teilnehmenden in vier Workshops Projektansätze und Vorgehen, die sich für eine Verstetigung eignen.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 18. April 2012 um 11:13 Uhr
 

FILM-TALK-MUSIK zum Sista-Abla Mentoring-Projekt

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Freitag , 20.04.12 | 19:30 Uhr Wasserturm Kopischstrasse 7, 10965 Berlin-Kreuzberg

 

Film

SISTA-ABLA* - Der Film

Drei erfolgreiche Frauen mit Migrationshintergrund erzählen von ihren beruflichen und privaten Werdegängen:

  • Sawsan Chebli, Grundsatzreferentin für interkulturelle Angelegenheiten, Senatsverwaltung für Inneres und Sport in Berlin
  • Kübra Gümüşay, Journalistin, Autorin und Bloggerin
  • Jale Arikan, Schauspielerin

Der Film ist innerhalb des SISTA-ABLA Diversity Mentoring Projekts für Schülerinnen mit Migrationshintergrund auf dem Weg zum Abitur von LIFE e.V. entstanden. LIFE e.V. Bildung – Umwelt – Chancengleichheit ist ein Bildungsträger, der seit 20 Jahren in der beruflichen Orientierung und in der Aus- und Weiterbildung von Frauen mit Schwerpunkt auf Berufen in Handwerk, Technik und IT tätig ist. Im SISTA-ABLA Projekt ist aufgefallen, dass die private und berufliche Laufbahn vieler erfolgreicher Frauen mit Migrationsgeschichte oftmals kaum bekannt ist. Der Film soll dies ändern und einen Einblick geben.

* Sista und Abla bedeutet Schwester, in Englisch (Slang) und in Türkisch.

 

Talk

Idee und Moderation Sabine Liebisch

Gesprächspartnerinnen:

  • Aliyeh Yegane Arani, SISTA-ABLA Mentoring Projektleitung, LIFE e.V.
  • Ruth Olshan, Regisseurin

 

Musik

Ein wunderbares Konzert mit dem Trio OLIVINN Sinem Altan   Klavier/Komposition Begüm Tüzemen  Gesang Özgür Ersoy   Baglama, Tuduk   www.olivinn.com

 

WANN

Freitag , 20.04.12 | 19:30 Uhr

WO

Wasserturm Kopischstrasse 7, 10965 Berlin-Kreuzberg

Anmeldung

Reservierung: Aufgrund von Nachfrage und Platzkapazität Reservierungen unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Eintritt bei Austritt

 

Fachtagung Vielfalt in der Arbeitswelt am 15.05.2012 in Köln

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Das XENOS-Projekt GEMINI der Caritas hat in den letzten drei Jahren viel bewegt, um die Arbeitswelt bunter zu gestalten und interkulturell zu öffnen: Konzepte für die berufsbezogene Sprachförderung von Migrantinnen und Migranten wurden optimiert, neue Jobpaten- und Mentorenmodelle entwickelt und die berufliche Integration von jungen Müttern mit Zuwanderungsgeschichte verbessert.

Dabei haben sich die Einrichtungen und Dienste der Caritas verändert – für mehr als 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ist das Thema „Interkulturelle Kompetenz und Öffnung“ Teil ihres Arbeitsalltags geworden. Wie können die Erfolge von GEMINI nachhaltig verankert und verbreitet werden?

Die Fachtagung „Vielfalt in der Arbeitswelt fördern“ will dieser Frage im Dialog mit Experten aus Politik, Praxis und Wissenschaft nachgehen. Im Anhang finden Sie weiterführende Informationen zu den Themen und Ablauf der Tagung.

WANN

15.05.2012, 10-15 Uhr

WO

Maternushaus

Kardinal-Frings-Straße 1

350668 Köln

Anmeldung

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Bitte verwenden Sie für Ihre Anmeldung das angehängte Formular.

Kontakt

Kastriot Gjoni

Katholische Bundesarbeitsgemeinschaft Integration durch Arbeit (BAG IDA) c/o Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V. Abteilung Europa und Arbeitsmarktpolitik

Georgstr. 7, 50676 Köln

Tel (02 21) 20 10 313, Fax (02 21) 20 10 121

E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Web: www.caritasnet.de

Attachments:
Download this file (Einladung GEMINI-Fachtagung (15.5.2012).pdf)Einladung GEMINI Fachtagung[ ]284 Kb
Download this file (GEMINI-Anmeldungsbogen.doc)Anmeldung GEMINI Fachtagung[ ]216 Kb
Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 10. April 2012 um 16:20 Uhr
 

Fachtagung Berufsorientierung durch Jugendkulturarbeit am 04.05.2012

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Die Technische Universität Berlin plant u.a. in Kooperation mit dem JugentheaterBüro Berlin eine Fachtagung zum Thema Berufsorientierung durch Jugendkulturarbeit.

Die Fachtagung findet statt am Freitag, den 4. Mai 2012, nachmittags von 14.00-18.30 Uhr an der TU Berlin - im Gebäude Franklinstraße. In zwei Vorträgen und zwei Diskussionsrunden mit ExpertInnen und dem Fachpublikum geht es um die Themen Berufsorientierung, Jugendtheaterarbeit und Duales Lernen in der neuen Integrierten Sekundarschule. Was können schulische und außerschulische Lernorte voneinander lernen? Welche Ziele und methodischen Zugänge teilen Berufsorientierung, politische Bildung und außerschulische Jugendkulturarbeit?

Diskutieren Sie mit! - Weitere Informationen finden Sie im Anhang.

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 10. April 2012 um 16:19 Uhr
 

Abschlussveranstaltung des XENOS-Projektes „Jugend mit Perspektive“

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Das XENOS-Projekt „Jugend mit Perspektive“ lädt zum Abschluss der Projektlaufzeit zur Fachveranstaltung Überblick-Einblick-Ausblick.

Die MitarbeiterInnen des Projektes aus den Standorten Berlin und Fürstenwalde werden an diesem Tag auf drei Jahre Projektarbeit zurückblicken, Bilanz ziehen und einen Blick in die Zukunft werfen. Im Mittelpunkt wird die Frage stehen, welche Inhalte, Ansätze und Methoden der Projektarbeit zur erfolgreichen Integration benachteiligter Jugendlicher beigetragen haben und wie diese verstetigt werden können.

Eingeladen sind VertreterInnen der anderen XENOS-Projekte, KollegInnen aus den Bereichen Übergangsmanagement und Schule, die wissenschaftliche Begleitung des Projektes sowie die Kooperationspartner der jeweiligen Projektstandorte.

 

Anmeldung bitte bis zum 10. April per Email oder Telefon bei:

Annette Sailer

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Tel: 030 666 33 722

 

Programm

9:00 Eröffnung und Begrüßung

9:10 Thematische Einführung - Kurzfilm

9:30 Input 1: Gelungene Kooperationen mit Schulen

10:00 Input 2: Förderung der Ausbildungsfähigkeit

10:45 Kaffeepause

11:15 Input 3: Interkulturelle berufliche Orientierung - ein Schulpraktikum in Polen

12:00 Transfer und Ausblick

12:15 Ausstellung "Fuß gefasst" und Buffet

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 29. März 2012 um 09:48 Uhr
 

Fachtagung: Perspektiven für Diversitätskompetenz in der beruflichen Bildung - Ergebnisse des Projektes_D

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Unter dem Titel „Xenien, Erkundungen“ stellt das Projekt D des Trägers GFBM in Kooperation mit XENOS Panorama Berlin am 27.03.2012 seine Ergebnisse auf einer Fachtagung vor.

Die MacherInnen des Projektes begreifen Diversitätskompetenz als Fähigkeit und Verfahren der produktiven Nutzung von kultureller, generationeller, sozialer, ethnischer und genderbezogener Vielfalt und Differenz. In diesem Sinne entwickelten sie neue Kompetenzfestellungs- Fortbildungs-, Ausbildungs- und Unterrichtskonzepte. Vorgestellt und diskutiert werden:

  • Neue Fortbildungskonzepte zur Diversity Kompetenz und den Umgang mit muslimischen Lebenswelten
  • für Ausbilder, Lehrer/innen und Multiplikatoren in der beruflichen Bildung.
  • Integrierte Lern- und Ausbildungsprojekte für den Ausbildungs- und Schulbereich in den
  • Berufsfeldern Handel und Bau.
  • Neue Ansätze zur Kompetenzermittlung im Bereich Diversity

 

WANN: 27.03.2012, 09.00 bis 16.00 Uhr

WO: Hotel Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Ziegelstr. 30, 10117 Berlin

Die Teilnahme an der Tagung ist kostenfrei. Anmeldung bei: Claudia Foltin Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ,

Einladung und Programm finden Sie hier.

Attachments:
Access this URL (http://www.xenos-berlin.de/attachments/article/338/Fachtagung_ProjektD.pdf)Fachtagung_ProjektD.pdf[ ]1066 Kb
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 29. März 2012 um 09:48 Uhr
 

NEWSLETTER 1/2012 von professija.DE erschienen

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Das XENOS-Projekt professija.DE „Deutsch-Russische Unternehmen engagiert für Integration und Ausbildung“ informiert mit seinem Newsletter regelmäßig über seine Aktivitäten des Projekts sowie aktuelle Veranstaltungen und Veröffentlichungen.

Themen des Newsletter 1/2012:

  • „Meine Idee für unsere Stadt“ - Wettbewerb für russischsprachige Unternehmerinnen und Unternehmer
  • „Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse in der Altenpflege“ – professija.DE - Informationsveranstaltung am 29. März 2012 in Leipzig
  • Neue „Geschichten aus dem Leben“ auf dem Internetportal von professija.DE

 

Über das Projekt: http://www.professija.de

Newsletter bestellen/abbestellen : http://www.professija.de/newsletter.html

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 30. März 2012 um 11:52 Uhr
 

Publikation "Vereinsheime – Kommunikationsräume für Toleranz"

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Die Heinrich-Böll-Stiftung Brandenburg hat im Rahmen der Förderung durch "XENOS - Integration und Vielfalt" eine Publikation im Projekt „SPACES - Information, Debatte und Trainings für Toleranz“ herausgegeben.

Das im Metropol Verlag neu erschienene Buch „Vereinsheime – Kommunikationsräume für Toleranz“ dokumentiert ein Experiment: Mitglieder von Brandenburger Vereinen setzen sich mit Menschen anderer Kulturen und Szenen auseinander. Und diese mit ihnen. Denn Toleranz beginnt im Alltag. Wenn ein Blackfoot-Indianer im Schützenverein einen Pfeilbau-Workshop veranstaltet oder Travestiekünstler gemeinsam mit dem Herrenballett des Karnevalsvereins auftreten, kann es zum kulturellen Crash kommen. Oder zum Abbau von Vorurteilen. Mehr Informationen zum Buch und den durchgeführten Workshops finden Sie hier.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 30. März 2012 um 11:52 Uhr
 

Spielzeit des JugendtheaterBüro Berlin vom 16.Februar – 3.März 2012

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Das XENOS-Projekt JugendtheaterBüro Berlin lädt ein zur SPIELZEIT vom 16.Februar – 3.März 2012:

Liebe Freunde und Theater-Interessierte!

Nach einem erfolgreichen Jahr 2011, in dem wir und viele weitere junge Künstler_innen während des FESTIWALLAs im Haus der Kulturen der Welt die Bühne(n) erobert haben, startet das aktuelle Jahr des JugendtheaterBüros mit einer Spielzeit (Do,16.2. – Sa,3.3.2012), in der alle Stücke erneut auf die Bühne gebracht werden. Dabei sind: HASS & LIEBE, ICK GLOB ICH BIN IM FALSCHEN FILM, KEINER HAT MICH GEFRAGT und TÜRKEN SAM. Mit diesen Stücken möchten wir die tagtäglichen Auseinandersetzungen im Alltag von Jugendlichen in Berlin zeigen. Gespielt wird auf unserer neuen Studiobühne, die wir in den letzten Wochen extra für diesen Event umgebaut haben!! Die gesamte Spielzeit wird von Jugendlichen selbst organisiert und bespielt.

Kommt und lasst Euch überraschen! Den Auftakt beschreitet mit uns der Schirmherr unserer Spielzeit, der Bezirksbürgermeister von Berlin Mitte Herr Dr. Christian Hanke am Donnerstag, den 16.2. um 16.15 Uhr. Eine feierliche Eröffnung der neuen Bühne findet am Freitag, den 17.2. um 18 Uhr statt.

Auftakt: 16. Februar

Eröffnungsfeier: 17.Februar

Aftershowparty: 3. März

Weitere Zeiten und Informationen unter: www.jugendtheaterbuero.de

Wir bitten um eine Eintrittsspende von 3,- bis 5,- € und freuen uns über Voranmeldungen per mail an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. oder Telefon unter 030.48815220. Ihr findet uns in der Wiclefstraße 32 in 10551 Berlin/Moabit am S-Bahnring Beusselstraße.

Und für alle, die es kaum erwarten können: Natürlich wird es auch in diesem Jahr wieder ein FESTIWALLA geben. Unser Kampf für ZUGANG geht weiter! Seid dabei, bewerbt Euch mit Euren Stücken, kommt vorbei. Aktuelle Informationen und Ausschreibungen unter www.festiwalla.de.

Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 30. März 2012 um 11:54 Uhr
 

Dokumentation Fachtagung Praxislernen im Stadttourismus

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Vom 24.-25.11.2011 fand die Fachtagung „Erkunde die Stadt, entdecke dich selbst! Praxislernen im Stadttourismus – ein innovativer Ansatz zur Stärkung von Jugendlichen und zur Aneignung beruflicher Schlüsselqualifikationen“ in Berlin statt. Die Fachtagung war eine gemeinsame Veranstaltung der Projekte „Grenzgänge“ und „Wir sind Kreuzberg!“ in Trägerschaft von FiPP e.V. – Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis. Gefördert im Rahmen der Bundesprogramme XENOS – Integration und Vielfalt und BIWAQ – Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier.

Die MitarbeiterInnen beider Projekte stellten ihr Konzept „Praxislernen im Stadttourismus“ vor und tauschten mit Gästen Erfahrungen aus, die mit ähnlichen Konzepten arbeiten: mit Vertreterinnen von kulturbewegt e.V. (Berlin), von London City Steps (London) sowie dem Salaam Baalak Trust (Neu Delhi).

Jugendliche, die an den Berliner Projekten teilgenommen haben, berichteten von ihren Lernprozessen, den Schwierigkeiten und Erfolgen dabei. Anschließend lieferten sie bei Kiezführungen für die Tagungsgäste eine Probe ihres Könnens.

Im Laufe des vielseitigen Programms mit Stadtführungen, Filmen und Workshops gab es Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und die vorgestellten Ansätze zu diskutieren. Eine ausführliche Dokumentation der Fachtagung finden Sie hier.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. März 2012 um 14:51 Uhr
 

Broschüre erschienen: Qualifizierungskonzept für MulitplikatorInnen „Förderung sozialer Kompetenzen“

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Neuerscheinung der Broschüre von Die Wille gGmbH – XENOS-Projekt JobSkills

Motivation und soziale Kompetenzen - Wie gelingt soziales Lernen?

Die Förderung von Schlüsselqualifikationen gewinnt vor allem hinsichtlich von Integration und gesellschaftlichem Zusammenhalt an Bedeutung. Soziales Lernen rückt neben der Wissensvermittlung als integraler Bestandteil von Bildung weiter in den Vordergrund – von der Schulbildung über die berufliche Bildung bis hin zu außerschulischen und außerberuflichen Bildungsangeboten. Pädagogische Fachkräfte stehen dabei vor der Aufgabe, diesen Aspekt in allen Lehrangeboten zu berücksichtigen, Lernende sehen sich der Anforderung gegenüber, auch ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern.

Das Programm „XENOS - Integration und Vielfalt“ fördert Projekte, die neue Wege und Angebote entwickeln, um Rassismus und Fremdenfeindlichkeit vorbeugend zu begegnen. Das Projekt Jobskills griff diesen Präventionsgedanken auf und setzte bei denjenigen an, deren Einsatz bei der Förderung von Toleranz, Demokratie und interkultureller Akzeptanz unmittelbar gefordert ist: Multiplikatorinnen und Multiplikatoren, die mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Benachteiligungen und Lernschwierigkeiten arbeiten sowie zukünftige Fachkräfte in Sozialwesen und Pädagogik. Dieses Personal muss sich insbesondere in interkulturell geprägten Arbeitssituationen beruflichen Herausforderungen stellen, auf die es in der eigenen Ausbildung und bisherigen beruflichen Sozialisation nicht vorbereitet wurde bzw. sollte bereits in der Ausbildung entsprechend sensibilisiert und qualifiziert werden.


Bei der Ausrichtung des Projektes „JobSkills – Forum für aktives Lernen“ wurden die genannten Anforderungen in den Blick genommen. Basierend auf den Erfahrungen in der Vermittlung sozialer Kompetenzen sowie auf der Kenntnis der unterschiedlichen Rahmenbedingungen, unter denen pädagogische Fachkräfte arbeiten, ist ein modulares Lern- und Trainingssystem für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren entwickelt worden, das den unterschiedlichen Lehr- und Lernsituationen entspricht. Soziale Kompetenzen schließen im Jobskills-Konzept interkulturelle und interreligiöse Bildung ein. Verbindendes Element ist ein aktiver, erfahrungsorientierter Lernansatz, der in flexibel zugeschnittenen Seminaren und Workshops Menschen zur Verfügung steht, die mit Gruppen an der Vermittlung sozialer, interkultureller und interreligiöser Kompetenzen arbeiten.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 28. März 2012 um 14:51 Uhr
 

Bericht zur Fachtagung „Entrepreneurship – Handlungskompetenz in Schule und Beruf“

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Entrepreneurship als Chance wahrnehmen - Bericht zur Fachtagung des XENOS-Projektes „GIC – Das GründerInnenCamp“ am 14. November 2011

„Wie lange sind Sie schon selbstständig?“, erkundigte sich die junge Frau beim ebenfalls anwesenden freischaffenden Journalisten, der natürlich bereitwillig Auskunft gab und seine Visitenkarte reichte. „Seit Anfang 2007. Am Anfang war es sicherlich nicht leicht – es hat sich aber auf jeden Fall gelohnt, ständig am Ball zu bleiben und Kontakte zu knüpfen“, antwortete er. Seit einem Jahr schon ist auch die junge Frau mit Migrationshintergrund als Grafikdesignerin und Fotografin selbstständig und versucht auf eigenen Beinen zu stehen. Ihre Kontaktfreudigkeit und ihr brennendes Interesse für ihr Fachgebiet werden ihr sicherlich weiterhelfen auf ihrem Weg zur Unternehmerin – denn bereits soeben hat sie einen neuen wichtigen Kontakt gesammelt und ihr Netzwerk ein Stück weiter gesponnen – und wer weiß, vielleicht bekommt sie ja demnächst einen Auftrag, da der besagte Journalist momentan an einem Projekt arbeitet, bei dem er jede Hilfe gebrauchen kann.

Das Kontaktgespräch der beiden Medienschaffenden konnte nirgends besser stattfinden als auf der Veranstaltung am 14. November, bei der es darum ging, eigenverantwortliches unternehmerisches Handeln zu stärken – was die beiden jungen Menschen schon richtig angingen. Das XENOS-Projekt „GIC – Das GründerInnenCamp“ hatte an diesem Tag zur Fachtagung mit dem Titel „Entrepreneurship – Handlungskompetenz in Schule und Beruf“ geladen, um mit Lehrkräften, Ausbilder/innen, Personalverantwortlichen in Unternehmen und Vertreter/innen aus Politik und Verwaltung zu diskutieren, wie junge Menschen stärker dabei unterstützt werden können, sich selbstständig zu machen. Das Projekt GIC richtet sich insbesondere an Jugendliche und junge Erwachsene mit Startschwierigkeiten auf dem Bildungs- und Arbeitsmarkt und vermittelt wichtige Kompetenzen, um den Weg ins Unternehmertum zu bewerkstelligen.

Vortrag von Uğur Zel lässt Zuhörer staunen

Im 45-minütigen Input-Referat des türkischen Universitätsprofessors (Doğus Iniversity) und Bildungsmanagement-Coach Uğur Zel, ging es zuvorderst darum, den Begriff Entrepreneurship zu definieren und dabei die Unterschiede zwischen „normalen Geschäftsleuten“ und „außergewöhnlichen Entrepreneurs“ hervorzuheben. So seien Menschen, die sich selbstständig machen, nicht gleich auch Entrepreneurs, denn letztere schaffen bzw. kreieren Nachfrage, während Geschäftsleute Nachfrage befriedigen. Im Hinblick auf diese Unterscheidung betonte Zel, dass Entrepreneurs über bestimmte Charakteristika wie starkes Selbstbewusstsein und erhöhte Risikobereitschaft verfügen müssen, um den Weg zum eigenen Unternehmen erfolgreich beschreiten zu können.

Zur Analyse der weltweiten Wahrnehmung von Entrepreneurship als Karrieremöglichkeit präsentierte der Universitätsprofessor den globalen Entrepreneuership-Bericht, der in drei Kategorien aufgeteilt ist: in Entwicklungsländer, in Schwellenländer und in Industrienationen. Betrachte man die Statistik der einzelnen Länder, so komme Erstaunliches zu Tage, so Zel. Und tatsächlich: Die Ergebnisse zeigen, dass die Bereitschaft, sich selbstständig zu machen, in Entwicklungsländern stärker wahrgenommen wird als in Industrienationen. So befinden sich 22,8 % von 100 Unternehmen in Entwicklungsländern in der Gründungsphase, wobei der Prozentsatz in Industrieländern lediglich 5,6 % beträgt. Daraus folgend befinden sich auch nur etwa 10 % der Start-up-Unternehmen in Industrienationen, was den Schluss zulässt, dass je höher das BIP liegt, desto niedriger die Bereitschaft ist, ein Unternehmen zu gründen.

Nach der Vorstellung des globalen Berichts konzentrierte sich Zel auf den Vergleich zwischen der Türkei und Deutschland und identifizierte kulturelle und soziale Normen als Hindernis für eine weitere Ausprägung von Entrepreneurship, hob aber die kommerzielle Infrastruktur beider Länder als förderlich hervor. Bei seiner Fokussierung auf die Türkei betonte der Universitätsprofessor jedoch, dass sich die Situation in der Türkei seit den letzten Jahren erheblich verbessert habe. So integrieren das Bildungsministerium und der Rat der Hochschulbildung seit 2001 sogenannte Wahlfächer für Entrepreneurship an berufsbildenden Schulen sowie entsprechende Kurse an den Sekundarschulen. Darüber hinaus verfügen rund 1/3 der 200 türkischen Universitäten über ein Zertifizierungsprogramm für Entrepreneurship – andere gründen Entrepreneurship-Clubs oder veranstalten Gründer-Wettbewerbe.

Im abschließenden Teil seines Vortrags ging Zel nun auf die anfangs erwähnten persönlichen Eigenschaften von Entrepreneurs ein. So schlussfolgerte er, dass Entrepreneurship etwas mit der Persönlichkeit zu tun hat, die nicht von jemand anderem beeinflusst werden kann. So seien Risikofreudigkeit, Selbstbewusstsein, Kreativität und Führungspersönlichkeit Aushängeschilder von Entrepreneurs – jedoch sei auch vor allem der erste Schritt von großer Bedeutung. „Was aber ist die Motivation für diesen ersten Schritt“, fragte Zel die anwesenden Zuhörer/innen. Die Antwort liefert eine Studie der Oxford-Universität: Dieser zur Folge ist Unabhängigkeit die größte Motivation, gefolgt von gesuchter Herausforderung. Aber auch sich selbst zu überzeugen, dass man erfolgreich sein kann, und natürlich Geld spielen bei der Entscheidung zum Unternehmertum eine wichtige Rolle.

Last but not least präsentierte Zel sein Modell für Entrepreneurship, wobei er auch daran erinnerte, dass staatliche Förderungen und Unterstützungsprogramme von großer Bedeutung sind. Er unterteilte sein Modell in drei Phasen und zeigte, wie die Regierung Entrepreneurship fördern kann. In der ersten Phase wird das Bewusstsein für Unternehmertum geweckt, welches durch Bildung, Ausbildung und Coaching unterstützt werden sollte. In der 2. Phase entsteht der Instinkt bzw. Drang, etwas zu unternehmen, wobei es gerade hier gilt, junge Meschen, die sich selbstständig machen wollen, zu identifizieren und zu locken. In der 3. Phase schließlich muss der angehende Entrepreneur den entscheidenden ersten Schritt machen – unterstützt und monetär gefördert durch den Staat.

Die Round-Table-Gespräche

Im Anschluss an den Vortrag durch Professor Zel waren die Teilnehmer/innen dazu aufgefordert, sich in drei Gruppen aufzuteilen, um in sogenannten Round-Table-Gesprächen verschiedene Fachthemen zu diskutieren.

Tisch 1 diskutierte die Chancen für die Integration von Bildungsangeboten zum Erwerb entrepreneurial skills und kam zu dem Ergebnis, dass Projekte wie das Kreativlabor, Schülerfirmen oder „Schule kann mehr“, in denen sich Jugendliche als Selbstständige ausprobieren und wichtige Kompetenzen zum unternehmerischen Handeln lernen können, gute Chancen bieten. Einigkeit herrschte darüber, dass das benannte Thema und dessen Implementierung in den Unterrichtsalltag nicht dazu dienen sollen, dass möglichst viele Schülerinnen und Schüler in die Selbstständigkeit gehen. Vielmehr wirken sich die Softskills wie „Verantwortung für sein eigenes Projekt zu übernehmen, (Personal-)Verantwortung auch für Mitarbeiter/innen zu übernehmen, Risiken einschätzen zu lernen etc.“ auf alle Bereiche des Berufs- und Alltagslebens aus und sind damit auch wichtige Bausteine für soziales Handeln. Des Weiteren waren die Teilnehmer/innen der Auffassung, dass unternehmerisches Handeln auch eine wichtige „Gabe“ für Angestellte in einem Betrieb sei.

Jedoch forderten die Teilnehmer/innen mehr Öffentlichkeitsarbeit für die Projekte, damit diese auch von Verantwortlichen besser wahrgenommen werden. Zudem plädieren sie für eine stärkere Vernetzung der einzelnen Projekte und die grundsätzliche Aufnahme des Themas Selbstständigkeit in die Lehrpläne der Schulen.

Tisch 2 beschäftigte sich mit der Frage, welche Rolle entrepreneurial skills in der Ausbildung spielen. Die Diskutierenden kamen zu dem Schluss, dass diese gerade in der Ausbildung stärker vermittelt werden müssten, da für immer mehr Berufe auch eine selbstständige Tätigkeit infrage komme (Beispiele: Medienberufe, Friseur etc.). Unternehmerische Kompetenzen seien in diesem Falle entscheidend und Eigenschaften wie Mut, Empathie, Selbstbewusstsein, Zielstrebigkeit, Selbstmanagement, Geduld, Durchhaltevermögen oder Teamarbeit müssten während der Ausbildung in praxisnaher Projektarbeit gestärkt werden. Um dieses zu erreichen, schlägt Tisch 2 vor, dass sich die Ausbilder/innen regelmäßig Zeit nehmen müssten für ein Feedback an die Azubis, dass das Mentorenprogramm für Benachteiligte (Patenmodell) weiterentwickelt, ein Existenzgründer-Modul als Lernfach integriert, projektbasiertes Learning-by-Doing angewendet und Partnerschaftsunternehmen, Ausbildungsbetriebe sowie Berufsschulen regelmäßig evaluiert werden. Darüber hinaus sollten in der Berufsschule die Fächer Wirtschaft- und Sozialkunde mehr Gewicht erhalten.

Tisch 3 setzte sich als Schwerpunktthema „Learning by doing – Gründen auf Probe“ und stellte schnell fest, dass es vor allem gilt, bei jungen Menschen Interesse zu wecken und ihnen das Gefühl zu geben, dass sie sich einbringen können. Wichtig dabei ist, Jugendlichen Infrastruktur (z.B. Arbeitsplatz mit funktionierender Technik) zu bieten, damit diese sich ohne finanzielles Risiko ausprobieren können. Wie im Projekt GIC muss den angehenden Entrepreneurs dabei signalisiert werden, dass sie Unterstützung bekommen, wenn sie eine Idee verwirklichen wollen. Unsicherheiten auf Seiten der Jugendlichen sollten dabei durch Workshops bekämpft werden und interkulturelle Kompetenzen stärker als Chance und Stärke wahrgenommen werden.

Das Podiumsgespräch: „Angestellt oder selbstständig? Sowohl als auch!“

Beim abschließenden Podiumsgespräch diskutierten Vertreter/innen aus Politik, Verwaltung und vor allem Unternehmer/innen über die gestiegene Bedeutung unternehmerischer Kompetenzen im Arbeitsalltag und stellten dabei fest, dass Entrepreneurship mehr als Unternehmensgründung und effiziente Nutzung von Ressourcen ist. Vielmehr schließe Entrepreneurship die Identifizierung von Chancen, das Finden neuer Ideen und deren Umsetzung in Geschäftsmodelle ein und sei so ein wichtiges grundsätzliches Element der beruflichen Bildung von jungen Menschen. Besonders im Hinblick darauf, dass berufliche Biografien künftig nicht mehr gradlinig sind und die arbeitende Bevölkerung zwischen Phasen des Angestelltenseins und Unternehmertums wechselt, müssen Jugendliche schon früh ausreichend Qualifikationen vermittelt bekommen, die es erlauben, gleichzeitig als Unternehmer und als Angestellter zu agieren. Zudem erfordern moderne Arbeitsplätze zunehmend selbstständiges und projektbezogenes Handeln der Angestellten und setzen Grundwissen des Entrepreneurship voraus.

Folglich kamen die Experten zu dem Schluss, dass Entrepreneurship mehr in den Schulen behandelt werden muss, um nicht zuletzt auch die Fantasie der Jugendlichen anzureichern. Schule müsse dabei realitätsnäher werden und das Lehrpersonal sich stärker mit der heutigen Wirtschaft auseinandersetzen. Oft sei dieses schlichtweg überfordert, die Schüler/innen richtig auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten, da es selbst jahrelang keinen wirklichen Kontakt zur Wirtschaft hatte, bemängelt beispielsweise Dr. Peter Beckers, stellvertretender Bürgermeister und Stadtrat für Wirtschaft, Bürgerdienste und Ordnungsamt in Friedrichshain-Kreuzberg. Darüber hinaus bekräftigten Teile des Podiums die Meinung, dass auch Unternehmen stärker gefordert sind, früher in Schulen vorstellig zu werden. Diesem wurde jedoch von Teilen des Publikums widersprochen – mit der Begründung, dass ein viel beschäftigter Unternehmer gar nicht die Zeit fände, regelmäßig Schulen zu besuchen und sein Know-how zu vermitteln.

Aufgrund des Fachkräftemangels und der Unwägbarkeit der ökonomischen Entwicklung, befindet sich derzeit vieles im Umbruch und es findet ein Umdenken in Wirtschaft und Gesellschaft statt, welches einhergeht mit einer Anpassung der Arbeitsmarktpolitik. Gelingt es dabei – so das abschließende Fazit des Podiums – Entrepreneurship stärker in den Wandlungsprozess zu integrieren, bedeutet dieses sicherlich einen großen Gewinn für Arbeitswelt, Motivation und Gesellschaft.

Langsam neigte sich die Veranstaltung dem Ende zu und die Teilnehmer/innen nutzten die Zeit des Ausklangs bei einem kleinen Imbiss und Musik, um sich nochmals angeregt über die zurückliegende Veranstaltung zu unterhalten. Während der Journalist vom Beginn schon längst zum nächsten Termin geeilt war, schoss die frisch selbstständige Grafikdesignerin und Fotografin immer noch fleißig Bilder – denn auch sie bewies bis zum Schluss unternehmerische Kompetenz.

Stimmen zur Veranstaltung

Inwiefern ist Entrepreneurship ein wichtiges Element der beruflichen Bildung junger Menschen?

Reinhard Zurgeissel, AJB GmbH, Allgemeine Jugendberatung: Es ist wichtig, weil es die jungen Menschen befähigt, eigene Ideen und Gedanken zu verwirklichen und als Teil ihrer beruflichen Perspektive zu erkunden. Man muss den jungen Menschen die Möglichkeit geben, ihre eigene Idee zu diskutieren und dabei berücksichtigen, dass auch diese jungen Menschen erst noch lernen müssen, ihre Ideen umzusetzen. Die Idee muss also diskutiert und bei der Umsetzung müssen Hilfestellungen geleistet werden – und das wäre durchaus auch Aufgabe von Schule oder auch von Betrieben, hier einen neuen Ansatz in ihrem jeweiligen Kolloquium aufzunehmen.

Jörg Schrick, KIDS & CO g.e.V./Unternehmensberater: Es ist sehr wichtig, da nicht alle nur Angestellte werden können. Wir brauchen in diesem Land auch Leute, die unternehmerisch denken und Unternehmer werden wollen – das gehört zu einer Kultur, wie sie in diesem Land vorzufinden ist, einfach dazu. Ansonsten haben wir hier in Deutschland eine zu starke Beamtenmentalität – sprich: Ich will kein Risiko eingehen und ich will einen sicheren Job haben. Damit ist es aber langfristig nicht getan, sondern wir brauchen tatsächlich auch Leute, die Deutschland voranbringen und eine gewisse Unternehmenskultur aufbauen wollen.

Heike Drescher, Bildungswerk der Wirtschaft Sachsen-Anhalt e.V./Projektleiterin Existenzgründung: Ich halte es für sehr, sehr wichtig. Aus meinem Blickwinkel muss die Vermittlung unternehmerischer Kompetenzen tatsächlich schon in der Realschule anfangen und in der Berufsschule fortgeführt werden. Ich komme aus Sachsen-Anhalt und die Diskussion führen wir dort auch schon ganz lange. Es gibt bisher sicher gute Ansätze, aber es ist bei Weitem noch nicht da, wo es eigentlich hin müsste. Eine stärkere und frühere Sensibilisierung für das Thema Existenzgründung ist daher von großer Bedeutung.

Autor: Patrick Schneider im Auftrag von XENOS Panorama Berlin

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Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 19. Januar 2012 um 11:16 Uhr
 

Den Spagat zwischen drinnen und draußen meistern - Bericht von der OASIS-Ergebniskonferenz am 1. Dezember 2011

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Rund 5.000 inhaftierte Männer und Frauen sind derzeit in den Berliner Justizvollzugsanstalten untergebracht. 5.000 Menschen, die nach ihrer Haft in die Gesellschaft integriert werden müssen, will man verhindern, dass sie wieder auf die schiefe Bahn geraten und erneut hinter „schwedischen Gardinen“ landen. Es gilt, diese sowohl sozial als auch wirtschaftlich wieder einzugliedern, den Spagat zwischen „drinnen“ und „draußen“ zu meistern und den Ex-Häftlingen ein normales Leben in Freiheit zu ermöglichen. Doch wie kann dieses gelingen? Wie können Straftäter wieder ganz in unserer Mitte ankommen?

Die Antwort lautet: durch ein ressort-und trägerübergreifendes Übergangsmanagement. So müssen straffällige gewordene Menschen während ihres Vollzugs auf das Leben außerhalb der Mauern vorbereitet, von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern begleitet und für ein mögliches Berufsleben fit gemacht werden. Doch leichter gesagt als getan: der Justizvollzug allein kann diese Mammutaufgabe nicht stemmen. Er benötiget tatkräftige Unterstützung durch Dritte, vor allem aber auch eine verzahnte Zusammenarbeit mit anderen am Wiedereingliederungsprozess beteiligten Verwaltungen, damit die positive Wiedereingliederung von ehemaligen Strafgefangenen zur Regel wird.

Das Projekt „Optimierung arbeitsmarktlicher und sozialer Integration im Strafvollzug“ (OASIS) im Rahmen des XENOS-Programms „Integration und Vielfalt“ geleitet vom FrauenComputerZentrumBerlin e.V. (FCZB) hat sich in den vergangenen drei Jahren zum Ziel gesetzt, vorhandene Übergangsmanagement-Strukturen in Berliner Vollzugsanstalten für Männer zu analysieren und Vorschläge bzw. Empfehlungen für Verbesserungen zu erarbeiten. „Ausgangslage des Projektes war es, ein Übergangsmanagement zu entwickeln, das sowohl die vollzugsinternen Arbeitsabläufe als auch die Zusammenarbeit mit denjenigen, die mit den haftentlassenen Menschen arbeiten, neu strukturiert“, erklärt Projektleiterin Silke Faubel.

Die dreijährige Projektlaufzeit neigt sich nun dem Ende zu und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer blicken auf ein gelungenes Ergebnis zurück, welches die OASIS-Leitung auf einer Konferenz am 1. Dezember 2011 vorstellte.

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 17:41 Uhr
 

Workshop-Angebot: Vermittlung von Interkultureller Kompetenz - 19. und 20.01.2012

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Im Rahmen des XENOS-Projekts Jobskills bietet die Wille gGmbH am 19. und 20. Januar zwei Workshops zur Vermittlung interkultureller Kompetenz an. Vielfalt ereignet sich immer in einem Spannungsfeld von Unterschiedlichkeit und Gemeinsamkeit. Die Begegnungen mit Menschen im interkulturellen Kontext sind interessant und auch irritierend: Wie lässt sich in sozialen Berufsfeldern, in Schule und Ausbildung Heterogenität als Bereicherung erfahren und nutzen? Im Workshop erhalten Sie praxisorientierte Anregungen, wie Sie in Ihrem beruflichen Kontext mit kultureller und sozialer Vielfalt konstruktiv und positiv umgehen können und wie interkulturelles Lernen gelingen kann.

Inhalte kompakt 

  • Was sind interkulturelle Kompetenzen?
  • Kulturbegriffe und Wahrnehmung
  • Identität, Emotionen und kulturelles Umfeld
  • Bedeutung der Werte und Normen in der interkulturellen Kommunikation
  • Vorurteile, Stereotypen, Schemata
  • Was bedeutet das Konzept von Vielfalt/Diversity?

Zielgruppe: Der Workshop orientiert sich an alltäglichen Situationen und richtet sich an Pädagog/innen, Erzieher/innen und Trainer/innen,

  • die interkulturelle Kompetenzen kreativ und nachhaltig vermitteln möchten
  • die flexible methodisch-didaktische Ansätze kennenlernen wollen
  • die fundiertes, praktisches und theoretisches Know-How für ihre alltägliche Arbeit brauchen.

 

WANN: 19. und 20. Januar 2012 jeweils 10:00 – 17:00 Uhr

WO: Die Wille gGmbH, Wilhelmstr. 115

Hier finden Sie Informationen zur Anmeldung


Zuletzt aktualisiert am Montag, den 12. Dezember 2011 um 11:53 Uhr
 


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