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Junge Migrant/innen: Gemeinsam für Ausbildung und gegen Diskriminierung: Angebote für die berufliche Qualifizierung von Migrant/innen im Berufsfeld Gesundheit und Pflege

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Ziel des Projektes "JUNGE MIGRANT/INNEN - Gemeinsam für Ausbildung und gegen Diskriminierung" war es, Migrantinnen und Migranten mittels Qualifizierung im Bereich Gesundheit und Pflege an den Schwellen zwischen Schule,  Ausbildung und Beruf zu unterstützen. Im Rahmen des Projektes sind mehrere Produkte für die berufliche Qualifizierung von Migrant/innen im Berufsfeld Gesundheit und Pflege entstanden, seit Beginn des Jahres 2012 hat auch die aus dem Projekt hervorgegangene Berufsfachschule für Sozialassistenz (Pflege) ihre Tätigkeit aufgenommen.

Im Projekt JUNGE MIGRANT/INNEN - Gemeinsam für Ausbildung und gegen Diskriminierung schlossen sich das Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste (zfm), der Türkische Bund Berlin Brandenburg (TBB) und Internationales Jugendwohnen (IJW) zu einer Partnerschaft zusammen. Das zfm koordinierte das Gesamtnetzwerk.

Jungen Menschen mit Migrationshintergrund wurden berufsvorbereitende Angebote für die Qualifikation im Pflegebereich angeboten: kostenlose Vollzeitkurse von sechsmonatiger Dauer inklusive eines 10-wöchigen Praktikums in einer Pflegeeinrichtung. Diese „Pflegebasiskurse“ waren in die vielfältigen Angebote des zfm eingebettet und wurden von medizinisch-pflegerischem Personal mit pädagogischer Qualifikation und langjähriger Praxiserfahrung durchgeführt. In der Unterrichtsgestaltung wurde besonderen Wert auf interkulturelle Aspekte gelegt.

 

In enger Kooperation mit dem Institut für berufliche Bildung im Gesundheitswesen (IbBG)/Vivantes konnten die KursteilnehmerInnen an eine Ausbildung in der Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege, Operationstechnischen Assistenz, Sozialassistenz/Pflege, Kinderkrankenpflege, Entbindungspflege, herangeführt werden (bei erfolgreicher Absolvierung des Pflegebasiskurses, Durchlaufen des Bewerbungsverfahrens und bestehender formaler Zugangsberechtigung). Während der Ausbildung bot das Projekt den TeilnehmerInnen regelmäßige Unterstützung in Form von Nachhilfe, Prüfungs- und Examensvorbereitung an. Darüber hinaus führten sie individuelle Bewerbungstrainings durch und konnten auf ein breites Netz von Kooperationspartnern zurückgreifen und in Arbeit vermitteln.

Hier gelangen Sie zum Projektflyer und zu einer übersichtlichen Darstellung der Projektaktivitäten und Kooperationspartner.

 

Das Projekt in den Medien

Das Projekt wurde mit großer medialer Aufmerksamkeit verfolgt. Angestoßen durch den vermehrten Bedarf an Pflegekräften mit interkulturellen Kompetenzen und der „Integrationsdebatte“ erschienen mehrere rbb-Beiträge und Zeitungsartikel, die sowohl den erfolgreichen Weg der TeilnehmerInnen aufzeigen als auch die Arbeit im Projekt beschreiben:

 

Darüber hinaus flossen Erkenntnisse aus dem Projekt in Lehrbücher für Pflegeberufe. Durch Mitwirkung des Projektkoordinators, Marco Hahn, entstanden im Cornelsen Verlag:

  • Pflegiothek: Pflegebasiskurs kompakt (Autorin: Uta Oelke)
  • Pluspunkte Beruf. Erfolgreich in der Pflege (Redaktion: Katrin Rebitzki)

 

Nachhaltigkeit: Vom Projekt zur Berufsfachschule

Die hohe Nachfrage an BewerberInnen sowie die Unterstützung der Berliner Senatsverwaltung in Form eines beschleunigten Anerkennungsverfahrens und einer Regelfinanzierung ermöglichten es dem zfm, aus dem im Projekt entwickelten Pflegebasiskurs eine Berufsfachschule zu entwickeln. Seit Februar 2012 können vor allem junge Menschen mit Migrationshintergrund dort eine staatlich anerkannte zweijährige Ausbildung zur Sozialassistentin/zum Sozialassistenten mit Schwerpunkt Pflege absolvieren. Die Ausbildung zeichnet sich durch ein Curriculum aus, das insbesondere kultursensible Ressourcen fördert, so dass die Bedürfnisse von PatientInnen mit Migrationshintergrund optimal berücksichtigt werden können. Sie bietet den Auszubildenden überdies die Möglichkeit, bei entsprechenden Leistungen, den nächst höheren Schulabschluss nachzuholen. Die AbsolventInnen der Berufsfachschule können eine anschließende Ausbildung zum/zur Gesundheits- und KrankenpflegerIn auf zwei Jahre verkürzen oder direkt in den Beruf einsteigen.

Für mehr Informationen können Sie hier den Flyer der Berufsfachschule mit Details über Inhalte, Ziele und Bewerbungsvoraussetzungen herunterladen. oder die Website der Berufsfachschule für Sozialassistenz (Pflege) besuchen.

Weiterhin erhalten Sie hier einen Überblick über die fortlaufenden Angebote des zfm und seiner Kooperationspartner im Bereich der Beruflichen Qualifizierung von MigrantInnen im Berufsfeld Gesundheit/ Pflege.


 

Kontakt

Träger: Zentrum für Flüchtlingshilfen und Migrationsdienste (zfm)

Gesamt- und Netzwerkkoordination: Joachim Rüffer; Bildungskoordinator: Marco Hahn

E-mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. , Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Das Projekt im Web: www.migrationsdienste.org/projekte/migranten.html

Der Träger im Web: www.migrationsdienste.org

 

 

Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 05. September 2012 um 13:42 Uhr