Das im Metropol Verlag neu erschienene Buch „Vereinsheime – Kommunikationsräume für Toleranz“ dokumentiert ein Experiment: Mitglieder von Brandenburger Vereinen setzen sich mit Menschen anderer Kulturen und Szenen auseinander. Und diese mit ihnen. Denn Toleranz beginnt im Alltag. Wenn ein Blackfoot-Indianer im Schützenverein einen Pfeilbau-Workshop veranstaltet oder Travestiekünstler gemeinsam mit dem Herrenballett des Karnevalsvereins auftreten, kann es zum kulturellen Crash kommen. Oder zum Abbau von Vorurteilen. Mehr Informationen zum Buch und den durchgeführten Workshops finden Sie hier.
Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bietet eine Infoplattform zum Thema Junge MIgrantInnen in Ausbildung und Beruf. Mit einer Auswahl von aktueller Literatur und Forschungsprojekte gibt die PLattform einen Einblick in den Stand der schulischen und beruflichen Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Sie beleuchtet, welche individuellen, sozioökonomischen und strukturellen Einflussfaktoren die Erfolgsaussichten bei den Einmündungsprozessen in Ausbildung und Beruf vermindern und welche Interventionsstrategien sie verbessern können.
Die Initiative der Bertelsmann Stiftung "Übergänge mit System" setzt sich dafür ein, allen ausbildungswilligen Jugendlichen an der Schwelle zwischen Schule und Berufsausbildung künftig systematisch und ohne Zeitverlust zwei Wege zu einem Ziel anzubieten: Den Abschluss einer Berufsausbildung.
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) arbeitet derzeit an einem Forschungsprojekt zum Thema "Anforderungen an die Professionalität des Bildungspersonals im Übergang von der Schule in die Arbeitswelt".
Die Robert Bosch Stiftung hat 2010 ein Fachkräfteprogramm im Rahmen von „LISA – Lokale Initiativen zur Integration junger Migranten in Ausbildung und Beruf“ initiiert. Ziel ist die Professionalisierung für die Gestaltung von Übergängen in Ausbildung und Beruf.
Der Studie zufolge nehmen drei Fünftel der Jugendlichen mit und ohne Hauptschulabschluss erst nach zweieinhalb Jahren im Übergangssystemeine eine qualifizierte Ausbildung auf. Für die Jugendlichen verzögert sich ihr Eintritt in das Berufsleben über das 20. Lebensjahr hinaus. In den institutionellen Strukturen des Übergangssystems konstatiert die Studie eine hohe Komplexibiltät, fehlende Transparenz und Ineffizienz. Die im Übergangssystem auf allen Ebenen jährlich anfallenden Kosten werden auf 7 Mrd. Euro geschätzt.
Im Rahmen des Bundesprogramms "Perspektive Berufsabschluss" des BMBF und ESF führt SPI Consult in Berlin das Projekt "RÜM - Regionales Übergangsmanagement Berlin" durch. Ziel des Projektes ist es, die Kooperation der verschiedenen Akteure am Übergang Schule-Beruf zu optimieren und so die Entwicklung und Etablierung eines regionalen Übergangsmanagements zu schaffen. Mehr Informationen gibt es unter www.ruem-berlin.de.
Gesellschaftliche Teilhabe wird maßgeblich durch Bildung und Qualifikation bestimmt. Da Schulen diese Aufgabe nicht mehr alleine bewältigen können, setzen viele Initiativen auf Mentoring, Tandems und Patenschaften. In diesen Projekten wird erprobt und bewiesen, wie freiwilliges Engagement von Privatpersonen Kinder und junge Menschen in schwierigen Lebenssituationen dabei unterstützen kann, ihren Weg in die Lebens- und Arbeitswelt zu beschreiten. Auch in Berlin gibt es zahlreiche solcher Projekte, u.a. durch das XENOS-Programm finanziert. Einen Überblick gibt die Broschüre „Berlin gewinnt 1:1. Ein Überblick über Berliner Patenschafts- und Mentoringprojekte“, herausgegeben von der „Aktion zusammen wachsen“. Zwei weitere Broschüren der „Aktion zusammen wachsen“ zeigen, wie Mentoringprojekte Schülerinnen und Schülern beim Übergang von der Schule in die Arbeitswelt helfen können und wie sie Unternehmerinnen und Unternehmer mit Migrationshintergrund bei der Schaffung neuer Ausbildungsplätze unterstützen.
Auch bei der „Bundesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen e.V.“ (bagfa), die als bundesweites Netzwerk der Freiwilligeneinrichtungen agiert, gibt es zahlreiche Materialen, Informationen und Veranstaltungshinweise zum Thema.
Das Berliner Programm zur vertieften Berufsorientierung (BVBO) ist eine gemeinsame Initiative der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, der Senatsverwaltung für Arbeit, Integration und Soziales sowie der Agenturen für Arbeit im Land Berlin. Seit 2007 richtet sich das BVBO als freiwilliges Angebot an Jugendliche der Klassen acht bis dreizehn, die an einer individuell ausgerichteten, praxisnahen Berufsorientierung interessiert sind. Die Umsetzung und Koordination des BVBO erfolgt durch SPI Consult.
Näheres unter www.bvbo-berlin.de oder in der Programmbeschreibung (s.u.).
Das Berufliche Qualifizierungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten (BQN Berlin) dokumentiert in einer Datenbank Berliner Bildungsangebote für Jugendliche und junge Erwachsene. Die dokumentierten Angebote richten sich an junge Menschen bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres, die sich im Übergang von der Oberschule (Sekundarstufe I) in die Ausbildung und in den Beruf befinden. Ein Auszug aus der Datenbank wurde im Februar 2007 veröffentlicht. Aufgenommen wurden Angebote, die über unterschiedliche Förderprogramme – aus EU-, Bundes- und Landesmitteln – finanziert werden. Das „Trägerverzeichnis“ können Sie hier als PDF einsehen (s.u.) oder auf den Seiten des Berliner Beauftragten für Integration und Migration.
Im Rahmen der Schulstrukturreform wurde an Berliner Integrierten Sekundarschulen das „Duale Lernen“ eingeführt. Diese Form integriert praxisbezogenes und berufsorientierendes Lernen in das reguläre schulische Lernprogramm. Eine solche neuartige Lernform erfordert verstärkte Kooperationen von Schulen mit Betrieben und Trägern der Berufsausbildung. Um solche Kooperationen zu befördern, wurde die Servicestelle „Duales Lernen“ gegründet. Sie dient als Anlaufstelle für Schulen, Verbände und Unternehmen, die bei der Umsetzung des Dualen Lernens Unterstützung, Informationen und Fortbildungsangebote erhalten möchten. Ihre Hauptaufgaben bestehen darin, die Beratung und fachliche Begleitung von Schulen und Unternehmen bei der Umsetzung des Dualen Lernens zu unterstützen indem sie relevante Projekte, Veranstaltungen und Workshops für Lehrkräfte und Unternehmen anbieten. Die Betreuung und Erweiterung des Internetportals Duales Lernen gehören genauso zu den Aufgaben wie das Verfassen von redaktionellen Beiträgen zum Thema Duales Lernen oder die Recherchen über Aktivitäten in diesem Bereich.
Die Service- und Koordinierungsstelle Partnerschaft: Schule-Wirtschaft (P:S-W) ist eine Landesagentur der Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung Berlin in Kooperation mit der Vereinigung der Unternehmensverbände in Berlin und Brandenburg e.V.. Aufgabe von P:S-W ist es, die Berufswahlvorbereitung in Schulen durch Intensivierung von Kontakten zwischen Schulen und Wirtschaftsunternehmen und Vernetzung aller am Bildungsprozess Beteiligten zu verbessern. So entwickelt die P:S-W beispielsweise neue Kooperationsmodelle und überschaubar aufbereitete Informationen zu erfolgreichen Projekten des Handlungsfeldes damit positive Ansätze der Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler gefördert und verbreitet werden.
Die Service- und Koordinierungsstelle ist unter www. www.psw-berlin.de zu erreichen.
Das Good Practice Center (GPC) des Bundesinstitus für Berufsbildung ist ein Informations- und Erfahrungsportal in der beruflichen Förderung von jungen Menschen. Ziel des GPC ist es, Erfahrungen, Ideen und erprobte Lösungen in der Benachteiligtenförderung allgemein zugänglich zu machen. Die Website des GPC präsentiert daher Fachwissen aus den verschiedenen Bereichen der Berufsbildung und Berufsvorbereitung als auch verschiedene Datenbanken mit Anbietern, Good Practice-Lösungen, Materialien, etc.
Das Berufliche Qualifizierungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten in Berlin (BQN Berlin) fördert Zugänge von Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund in die Berufsausbildung. BQN Berlin zielt auf eine Reform der Förderstrukturen, um neue Chancen zur Teilhabe an Qualifizierung und Beschäftigung zu erschließen. Das vom Berliner Integrationsbeauftragten koordinierte Vorhaben setzt an unterschiedlichen Schwellen und dabei identifizierten Hindernissen an. Im Vordergrund steht dabei die Vernetzung von Schule, Berufsvorbereitung und -ausbildung.