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Berliner XENOS-Projekte Vielfalt und soziale Gerechtigkeit

Vielfalt und soziale Gerechtigkeit

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Das Projekt hat zum Ziel, überbetriebliche Ausbildungseinrichtungen über einen Zeitraum von drei Jahren in der Entwicklung eines Umgangs mit Unterschiedlichkeit im Arbeitsleben zu unterstützen. Dabei werden kontinuierliche Begleitungen von Ausbildungsgruppen über zwei/drei Jahre umgesetzt, die verschiedene modulartig zusammengesetzte Bausteine rund um das Thema Diversity und soziale Gerechtigkeit zum Inhalt haben.

Zentraler Bezugspunkt aller Module ist ein unmittelbarer Nutzen für die Jugendlichen in einer globalen Arbeitswelt. Die überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen werden auf der organischen Ebene der Mitarbeiter/innen über Multiplikatorenqualifikationen in die Lage versetzt eine Diversity-Strategie dauerhaft umzusetzen und damit einen nachhaltigen Schritt in der Qualifizierung von jungen Menschen für das Berufsleben und den Abbau von nichtdemokratischen, rechtsextremen, auf Ausgrenzung basierenden Einstellungen zu bewirken. Seit einigen Jahren beschleunigt sich ein Auseinandergehen der Schere zwischen einerseits globalen Arbeitsanforderungen und andererseits sozialen Desintegration von sozial Benachteiligten, die genau von diesen Anforderungen überfordert sind und mit Abschließung und Ausgrenzung gegenüber anderen reagieren. Zugleich ist die Diskussion um Mangel an qualifizierten Facharbeiter/innen in aller Munde. Hier stellt sich die Aufgabe, die Jugendlichen auf der konkreten Ebene der Berufsausbildung für bestehende und kommende Anforderungen zu qualifizieren. Die Problemaspekte gestalten sich in der bundesdeutschen Wirklichkeit eines Einwanderungslandes so vielfältig, wie es unterschiedliche Lebensrealitäten gibt. So erleben Jugendliche mit Migrationshintergünden oftmals Ausgrenzungen und eine soziale Desintegration, die sie mit Formen der Selbst-Ethnisierung beantworten. Hier müssen Formen entwickeltet werden, durch die eine reale Partizipation dieser Jungendlichen ermöglicht wird. Strategien des Empowerment werden hier kombiniert mit Ansätzen der Antidiskriminierungsarbeit.

In dem mehrheitsdeutschen Teil der Gesellschaft gibt es immer noch die Tendenz einer Besitzstandsicherung, die auf nationalistischen und rassistischen Ausgrenzungen beruht. Besonders in strukturell schwachen Regionen zeigt sich, dass diese Einstellungen in hohem Maße in den Rechtextremismus münden. Die Anforderungsseiten eines globalen Arbeitsmarktes erscheinen also für sozial Benachteiligte häufig unter negativen Vorzeichen. Dabei beinhalten sie häufig Elemente, die den Einzelnen entgegenkommen könnten: Ein Umgang mit Unterschiedlichkeit berücksichtigt die Fähigkeiten des/r Einzelnen, die Anforderung nach örtlicher Flexibilität kann auch einem Wunsch nach der großen weiten Welt entgegenkommen. Das Projekt wird in Berlin und Brandenburg durchgeführt.

 

Kontakt

Träger: Bildungsteam Berlin-Brandenburg e.V.

Projektleitung: Frau Ewa Niedbala; Julien Enoka Ayemba

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Das Projekt im Web

Der Träger im Web: www.bildungsteam.de
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 29. März 2012 um 12:33 Uhr  

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