XENOS-Panorama-Berlin

  • Schrift vergrößern
  • Standard-Schriftgröße
  • Schriftgröße verkleinern
Berliner XENOS-Projekte Raus aus der Einbahnstraße 

Raus aus der Einbahnstraße 

E-Mail Drucken
Das Projekt wird im Rahmen des XENOS-Sonderprogramms "Ausstieg zum Einstieg" gefördert. Ziel ist es, Jugendliche/junge Erwachsene beim Abbau rechtsextremer Einstellungen zu unterstützen. Den Teilnehmenden werden Perspektiven zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration aufgezeigt und bei deren Umsetzung individuell geholfen.

Der Berliner Bezirk Lichtenberg ist seit den achtziger Jahren durch einen hohen Aktivitätsgrad rechtsextremer Akteure, weit verbreitete rechtsextreme Einstellungsmuster und einer überdurchschnittlich hohen Anzahl von rechtsextremen Straftaten (unter anderem rechtsextreme Übergriffe) gekennzeichnet. Weiterhin besteht auch ein Mangel an Freizeit- und Kulturangeboten der Jugendarbeit, die speziell auf Jugendliche ausgerichtet sind, die mit der rechten Szene sympathisieren. Viele der Jugendlichen, die rechtsextreme Einstellungsmuster aufweisen, haben keinen Schulabschluss und noch weitaus mehr junge Menschen haben in ihrer momentanen Lage keine Aussichten, einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Generell ist die Arbeitslosigkeit in Lichtenberg sehr hoch, speziell unter jungen Menschen liegt sie bei circa 25 %.Viele Familien fungieren durch Arbeits- und Orientierungslosigkeit, bzw. durch Drogen- und Alkoholprobleme nur noch begrenzt als Sozialisierungsinstanz und vermitteln in vielen Fällen auch rassistische Weltbilder und Gewaltanwendung an junge Menschen weiter.Demnach ist es für den Bezirk Lichtenberg von großer Wichtigkeit, dass der Zielgruppe Möglichkeiten geboten werden, die rechtsextremen Einstellungsmuster zu hinterfragen, rassistische Weltbilder abzubauen und sich von der rechtsextrem geprägten Alltagskultur zu entfernen. Dabei ist die Integration in den Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsmarkt ein zentraler Bestandteil, um sich von den alten Identifikationsmustern zu lösen.

Zur nachhaltigen Bekämpfung der genannten Entwicklung ist es erforderlich, den Jugendlichen/jungen Menschen Perspektiven zur beruflichen und gesellschaftlichen Integration aufzuzeigen, um ein weiteres Abgleiten in die rechtsextreme Szene zu verhindern oder zu einem Ausstieg aus der rechtsextremen Szene zu ermutigen. Die Zielgruppe soll durch verschiedene Angebote im Freizeit-, Medien-, Sport- und Erlebnispädagogischen Bereich erreicht werden. Die Informationen über die Angebote erreichen die Jugendlichen/jungen Menschen durch kooperierende Schulen, Bildungsträger, Jobcenter, Vereine der Jugendsozialarbeit/Streetwork, Sportvereine, andere Jugendfreizeiteinrichtungen, Fachgremien und Mitglieder Regionaler Arbeitsgruppen. Zudem werden Flyer und Faltblätter entworfen, die in den genannten Einrichtungen ausliegen werden, sowie aktuelle Informationen über die Angebote auf der Internetseite von publicata.

Durch die Kontaktaufnahme, die Beziehungsarbeit während der Freizeitangebote, die darauffolgende Qualifizierung, Betreuung, Beratung und Begleitung soll bei 20 Jugendlichen/jungen Menschen im Alter zwischen 15 und 27 Jahren präventiv das Verfestigen rechtsextremer Einstellungsmuster verhindert werden, Jugendliche sollen ermutigt werden, sich von rechtem und rassistischem Gedankengut zu lösen und einen Schulabschluss absolvieren beziehungsweise eine Ausbildung oder Arbeit beginnen.


Kontakt

Träger: publicata e.V.

Projektleitung: Frau Christine Bruderek

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Das Projekt im Web

Der Träger im Web: www.publicata.de

 

Medien/Links

Raus aus der Einbahnstraße im Portrait
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 29. März 2012 um 12:30 Uhr  

Berliner Projekte nach Schlagworten durchsuchen

Kernaktivität
Methode
Zielgruppe
Produkte

Projektförderung durch:

feorderung.png