l der Projektarbeit ist es, LehrerInnen und PadagogInnen zu befähigen, geschlechterreflektierte Konzepte für den Schulalltag fruchtbar zu machen, problematisches Verhalten von Jungen besser zu verstehen und sie bei ihrer Berufsorientierung und Lebensplanung wirkungsvoll zu unterstützen.
Thema des Projektes und Fortbildungsangebots ist der Zusammenhang von Männlichkeitsbildern und destruktiven Einstellungs- und Handlungsmustern sowie selbstbeschränkendem Verhalten von Jungen und jungen Männern u.a. in der Berufsorientierung. Exemplarisch wird dieser Zusammenhang anhand rechtsextremer Abwertungs- und Ausgrenzungsprozesse thematisiert, die auf Männlichkeitsbildern basieren.
Eingebettet in eine Einführung in die Methoden und Theorie geschlechterreflektierter Jungenarbeit werden die teilnehmenden LehrerInnen darin qualifiziert, die geschlechtsspezifischen Dimensionen rechtsextremer Orientierungsprozesse männlicher Jugendlicher zu identifizieren und zu bearbeiten sowie zur Erweiterung der Handlungskompetenzen bezüglich lebensperspektivischer Fragestellungen und beruflicher Orientierung beizutragen.
Das Weiterbildungsangebot richtet sich an LehrerInnen und PädagogInnen in Schule und beruflicher Ausbildung (Berufsschulen, Einrichtungen der außerbetrieblichen Ausbildung und der vollzeitschulischen Ausbildung sowie im Sekundarstufenbereich weiterführender Schulen). Diese stehen an der Schnittstelle schulischen, sozialen und beruflichen Lernens und sind deshalb besonders geeignet, die Fortbildungsinhalte sinnvoll zu nutzen, anzuwenden und zu verbreiten.
Im Rahmen einer schuljahresbegleitenden Fortbildung werden folgende Themenfelder bearbeitet:
- Männlichkeitsforschung, geschlechtsspezifische Sozialisationsforschung und Gendertheorien
- Sensibilisierung für Geschlechterverhältnisse (Gender Training)
- Methoden der geschlechterreflektierten Arbeit mit Jungen
- Vielfältigkeit von Männlichkeitsentwürfen in der diversifizierten Gesellschaft
- Geschlechterreflektierte Berufsorientierungspädagogik und Lebensplanung
- Zusammenhang von Männlichkeit und rechtsextremen Einstellungen
- Intersektionale Ansätze der Antidiskriminierungsarbeit unter Berücksichtigung geschlechterreflektierender und interkultureller Ansätze
- Geschlechterreflektierende Konfliktbearbeitung und Gewaltprävention
Dem Transfer in die pädagogische Praxis wird ein Fortbildungsbaustein gewidmet. Die fortgebildeten LehrerInnen sollen als MultiplikatorInnen auftreten. Die Fortbildung hat einen Umfang von 8 Teilnahmetagen und wird zweimalig in Form von vier zweitägigen Seminaren schuljahresbegleitend durchgeführt. Vertieft und verbunden werden die Präsenzeinheiten durch E-Learning-Anteile. Hinzu kommen je ein Praxisprojekt der einzelnen Teilnehmenden zur Durchführung im schulischen Alltag, individuelles Coaching und Beratung durch die TrainerInnen sowie Beratung im Tandem-System durch die Teilnehmenden. Das Projekt wird durch eine intensive Öffentlichkeitsarbeit begleitet. Die Bereitstellung von Materialien, eine Fachtagung, eine Train-the-Trainer-Fortbildung sowie die enge Kooperation mit zentralen Fortbildungs- und Vernetzungsinstitutionen soll zur Verbreitung der Fortbildung beitragen.
Kontakt
Träger: Dissens e.V.
Projektleitung: Bernard Könnecke
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Das Projekt im Web: www.jungenarbeit-und-schule.de
Der Träger im Web: www.dissens.de


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