Das Ziel des Netzwerkes ist es, die Arbeitsmarktchancen von Bleibeberechtigten und Flüchtlingen nachhaltig zu verbessern und ihre aufenthaltsrechtliche Situation dauerhaft zu sichern. Daher zielen die Projektaktivitäten des Netzwerks „bridge“ auf den Aufbau von tragfähigen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen, die (auch) über die Projektzeit hinaus zur Erleichterung der Arbeitsmarktintegration der Zielgruppe beitragen können.
In Berlin leben ca. 5.000 Geduldete und 2.800 Asylsuchende. 2.700 unter ihnen haben Anträge nach der Bleiberechtsregelung gestellt. Diese Gruppe drängt neu und unvorbereitet auf den stark umkämpften Berliner Arbeitsmarkt. Auch die übrigen Arbeitsmarktakteure sind auf diese Situation unzureichend eingestellt, insbesondere die Jobcenter. Sie erkennen die sich aus der Flüchtlingsgeschichte ergebenden Besonderheit für die Vermittlung nicht genügend. Deshalb wird hier eine enge Zusammenarbeit angestrebt.
Das Netzwerk (NW) stellt den Betroffenen eine intensive Beratungs- und Unterstützungsstruktur sowie Arbeitsplätze zur Verfügung. Sie erhalten neben einer ausführlichen Berufsorientierung auch Rechtsberatung und werden individuell in Arbeits- oder Ausbildungsstellen gelotst, bei Bedarf über eine passgenaue Vorbereitungsmaßnahme. Parallel werden Jobcenter, Arbeitsagenturen und Unternehmen für die Zielgruppe sensibilisiert.
Das NW setzt einen inhaltlichen Schwerpunkt auf die Branchen Gaststätten- und Hotelgewerbe, Tourismus, Handel, Lager und Logistik, da hier ein steigender Bedarf existiert. Dies spiegelt sich in dem bereits im NW vorhandenen Pool vakanter Stellen wieder.
Arbeit und Bildung e.V. koordiniert die Zusammenarbeit der Partner und gestaltet die Öffentlichkeitsarbeit. Dies erfolgt über Flyer, Berichte, die Darstellung von "best practice" Beispielen und Veranstaltungen, in enger Zusammenarbeit mit dem Integrationsbeauftragten.AuB übernimmt eine Clearingfunktion für die Steuerung der TeilnehmerInnen im Beratungs-, Coaching, Vermittlungs- und Nachbetreuungsprozess. Ist eine Vermittlung nicht unmittelbar möglich, wird mit den TN ein Entwicklungsplan erarbeitet. AuB bündelt die Daten und Informationen der NW-Arbeit.
Positive Aktion e.V. vermittelt die TeilnehmerInnen in Beschäftigungsverhältnisse im Gaststättengewerbe u. betreut das Arbeitsverhältnis bis zur Stabilität. Das Projekt pflegt intensive Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern und informiert diese über die Chancen der neuen rechtlichen Regelungen. Es trägt insbesondere durch seine intensive Akquise- und Vermittlungstätigkeit zum Projekterfolg bei.
Der Beauftragte des Senats von Berlin für Integration und Migration (IntMig) bringt öffentlichkeitswirksame Tätigkeiten und Know-how in das NW ein. Er ruft einen "Runden Tisch" mit Arbeitgebern und der Integrationssenatorin ein und plant die Durchführung einer Arbeitsplatzkampagne unter Einbeziehung von Medien. Information über die Tätigkeit der Berliner NW werden auf einer Homepage dargestellt. Er übernimmt die Koordinierung einer Steuerungsrunde der Berliner NW.Zudem bietet IntMig während der gesamten Projektlaufzeit Rechtsberatung an. NW- und Jobcenter-MitarbeiterInnen werden Weiterbildungen zu ausländer- und sozialrechtlichen Themen angeboten.
Der Migrationsrat Berlin Brandenburg e.V. (mrbb) bereitet die TN umfassend in Einzelfallbetreuung auf eine Einstellung vor. Es wird eine konkrete Unterstützung im Bewerbungsverfahren sowie ein individuelles Coaching vor und während des Ausbildungs- oder Arbeitsverhältnisses angeboten. Die TN werden in den Arbeitsmarkt und in Ausbildungsverhältnisse vermittelt. Der mrbb beteiligt sich an der Akquise, Betreuung und Vermittlung der TN, gewährleistet somit die Aktivierung der TN für den Arbeitsmarkt.
Die Gesellschaft für Steuern, Recht und Wirtschaft GmbH (GFS) vermittelt überall dort, wo offene Stellen sind und die entsprechenden Arbeitssuchenden zur Verfügung stehen. Das Projekt konzentriert sich in erster Linie auf Helferstellen in den Bereichen Handel, Lager, Transport, Logistik, Tourismus und weitere Hilfstätigkeiten in anderen Branchen. Für Arbeitssuchende, die nicht unmittelbar in Arbeit vermittelt werden können, hält der Träger ein Sozialkaufhaus vor. Zur weiteren Motivation bekommen die Teilnehmer sportpädagogische Angebote. Arbeitgeber und Arbeitssuchende werden über neue rechtliche Regelungen informiert.Gefördert wird dieses Vorhaben im Rahmen des XENOS-Sonderprogramms "Bleibeberechtigte und Flüchtlinge".
Kontakt
Träger: Arbeit und Bildung e. V.
Projektleitung: Frau Heidi Gellhardt
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Das Projekt im Web: www.bridge-bleiberecht.de
Der Träger im Web: www.aub-berlin.de
Medien/Links



Bridge - Berliner Netzwerk für Bleiberecht (Träger: Arbeit und Bildung e.V.)

