Ziel des Projektes "Ausweg" ist die gesellschaftliche (Re-)Integration von jugendlichen Straftätern durch Vermittlung individueller und bedarfsgerechter Bildungs-/Ausbildungsangebote sowie die Förderung sozialer Kompetenzen.
Das Projekt ist ein berufsbildendes Angebot für überwiegend männliche jugendliche Straftäter, die unter Bewährungsaufsicht stehen und die von der Jugendbewährungshilfe des Landes Berlin betreut werden. Dieser Probandenkreis zeichnet sich durch eine überdurchschnittlich hohe Arbeitslosigkeit aus (42%), verfügt nicht über notwendige schulische Abschlüsse (61,9%) und war bisher nicht oder kaum in reguläre Maßnahmen des 1. oder 2. Ausbildungsmarktes integrierbar (lediglich 12%). Unbestritten ist jedoch, dass eine erfolgreiche soziale Re-Integration in die Zivilgesellschaft nur über den Weg der Vermittlung von Bildung und Ausbildung als Grundlage für eine eigenständige und eigenverantwortliche Lebensgestaltung gelingen kann. Neben der mangelnden schulischen Bildung und damit verbundener fehlender beruflicher Bildung ist ein Hauptgrund für das bisherige Scheitern der Probanden das Fehlen sozialadäquaten Verhaltens im Arbeitsbereich.
Das Projekt "Ausweg" setzt an diesen Bedarfen an. In Abhängigkeit von der individuellen Ausgangssituation der Teilnehmenden wird für jede/n ein individueller Qualifizierungs- und Förderplan erarbeitet, der auf folgende mögliche Qualifizierungen und Inhalte abzielt und modular aufgebaut ist:
- Ausbau und Festigung schulischer Kenntnisse Berufsausbildung in einem anerkannten 2- oder 3-jährigen Ausbildungsberuf (für Teilnehmende, die eine Berufsausbildung anstreben)
- Vermittlung einzelner Module aus anerkannten Ausbildungsberufen mit dem Ziel der Vermittlung in Anlern- und Hilfstätigkeiten auf dem 1. Arbeitsmarkt (für Teilnehmende, die keine Berufsausbildung anstreben können oder wollen)
- Soziales Kompetenztraining für alle Teilnehmenden mit dem Ziel, arbeitsmarktrelevante soziale Kompetenzen zu entwickeln und zu festigen (5 Module)
- Sprachförderung für alle Teilnehmenden (davon mit Migrationshintergrund in der Probandengruppe 42%)
- Antigewalttraining
- Gendertraining für alle Teilnehmenden
Die beruflichen Bildungsangebote und Ausbildungen werden in mehr als 20 verschiedenen Berufen angeboten. Das Spektrum in der Helmut Ziegner Berufsbildung gGmbH reicht von Metall- und Elektroberufen, über Kfz-Berufe, handwerkliche Berufe im und am Haus (Glaser, Tischler, Anlagenmechaniker, Maler, Gärtner), gestalterisch-kreative Handwerksberufe (Siebdrucker, Schilder-Lichtreklamehersteller) bis zu Büroberufen und Köchen.In verschiedenen neu geordneten Berufen ist bereits nach 24 Monaten ein anerkannter Berufsabschluss möglich
Kontakt
Träger: Helmut Ziegner Berufsbildung gGmbH
Projektleitung: Herr Joachim Riedel Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Der Träger im Web: www.hz-bb.de



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