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Berliner XENOS-Projekte Berliner Bündnis gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung (BBGM)

Berliner Bündnis gegen Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung (BBGM)

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Das Projekt zielt auf die Sensibilisierung für und Anerkennung der Problematik von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung. Langfristig soll dies zur besseren Unterstützung für Betroffene und Verstärkung der Strafverfolgung von MH/A beitragen.

Menschenhandel ist ein Phänomen mit vielen Facetten. Neben dem Menschenhandel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, der bisher im Vordergrund der Aufmerksamkeit steht, werden Menschen auch zum Zweck der Ausbeutung in anderen Bereichen gehandelt.

Seit, aber auch schon vor der Einführung des Straftatbestands "Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung" (§233 StGB) im Jahr 2005 wurden von Fachberatungsstellen, Gewerkschaften und Polizei mehrere Fälle von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung (MH/A) identifiziert, insbesondere in den Bereichen Haushaltsnahe Dienstleistungen, Landwirtschaft, Bau, Hotel- und Gaststättengewerbe. Es kam jedoch bisher kaum zu Anklagen oder gar zur Verurteilung von Täter/innen.

Aufgrund dieser fehlenden formellen "Anerkennung" der erlittenen Straftaten erhielten Betroffene bislang nur unzureichende Hilfe; potentiell gefährdete Personen haben kaum die Möglichkeit, sich effektiv gegen die drohenden Diskriminierungen und Menschenrechtsverletzungen zu wehren. Grund dafür und für die bisher geringe öffentliche Wahrnehmung des Phänomens ist es, dass es bisher im sozialen Umfeld von (potentiell) Betroffenen kaum erkannt wird. Das Projekt soll daher zu einer besseren und umfassenderen Wahrnehmung des MH/A als Menschenrechtsverletzung und als diskriminierende Praxis in der Arbeitswelt beitragen. Ebenso soll es einen umfassenden Ansatz zur Bekämpfung des MH/A und zur Unterstützung der Betroffenen für die Region Berlin-Brandenburg aufzeigen.

Zielgruppe des Projektes sind Organisationen, Institutionen und Berufsgruppen, die mit (potentiellen) Betroffenen des MH/A in Kontakt kommen (können), wie beispielsweise Migrations-, Arbeits- oder Gesundheitsberatungsstellen, Migrantenselbstorganisationen, Gewerkschaften, Polizei, Zoll, Staatsanwaltschaft oder sonstige Behörden.

Sie sollen in die Lage versetzt werden

  • Betroffene zu unterstützen, einen Ausweg aus der Menschenhandelssituation zu finden
  • Betroffene zu unterstützen, ihre Menschenrechte und ihre Rechte aus ihrer Arbeit einzufordern die Strafverfolgung von MH/A zu verbessern
  • für die vorgenannten Handlungen einen kooperativen Ansatz mit allen relevanten Akteuren zu entwickeln

 

Kontakt

Träger: InternationaleOrganisation für Migration (IOM)

Projektleitung: Dr. Philipp Schwertmann

Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Das Projekt im Web: www.gegen-menschenhandel.de

Der Träger im Web: www.iom.int/germany

 

Medien/Links

Vom BBGM erarbeitete Materialien:

Studie zu Erscheinungsformen, Ursachen und Umfang von Menschenhandel zum Zweck der Arbeitsausbeutung in ausgewählten Branchen in Berlin und Brandenburg veröffentlicht.

spezifische Indikatorenlisten zum Identifizieren des Menschenhandels für drei Branchen

Flyer informieren ArbeitnehmerInnen in 15 Sprachen über ihre Rechte

Attachments:
Download this file (BBGM_Flyer_A4.pdf)Flyer Bündnis gegen Menschenhandel [ ]5733 Kb
Zuletzt aktualisiert am Mittwoch, den 16. Mai 2012 um 14:49 Uhr  

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