Das Projekt zielt auf den der Abbau von Ideologien der Ungleichwertigkeit anhand von Information und Qualifizierung.
Der innere Frieden einer Einwanderungsgesellschaft ist nicht nur durch Diskriminierungen, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus seitens der Mehrheitsgesellschaft herausgefordert. Vielmehr gilt: Alle Menschen, egal woher sie kommen und wie sie aussehen, sind in der Lage, zu diskriminieren. Und Angehörige von Minderheiten sind nicht nur Zielscheibe extremistischer und diskriminierender Aktivitäten, sondern auch auf der Täterseite zu finden.
Ein glaubwürdiger Einsatz für Vielfalt und Toleranz ist in einer Gesellschaft, in der mehr als ein Viertel der Kinder und Jugendlichen einen Migrationshintergrund haben, nur dann möglich, wenn allen Ideologien der Ungleichwertigkeit mit der gleichen Entschlossenheit entgegengetreten wird - egal von wem sie geäußert werden und welchen Migrationshintergrund die Betreffenden haben.
Was selbstverständlich sein sollte, wirft in der Praxis Probleme auf. In den Bereichen rechtsextremer, nationalistischer und antisemitischer türkischer, arabischer, russischer, ex-jugoslawischer oder polnischer Ideologien und Gruppierungen fehlt esan geeigneten Unterrichtsmaterialien, Informationsbroschüren, Fortbildungsmaßnahmen und qualifizierte Fortbildner für LehrerInnen und SchülerInnen.
Hauptziel-
Schülerinnen und Schüler sowie Lehrerinnen und Lehrer des Netzwerkes von SOR-SMC werden über die genannten Ideologien der Ungleichwertigkeit und über Islam/ Islamismus sowie Geschlechterrollen in der Einwanderungsgesellschaft informiert und qualifiziert. Dazu werden Lehrmaterialien in Form von zwei Themenheften (Rechtsextremismus in der Einwanderungsgesellschaft und Geschlechterrollen in der Einwanderungsgesellschaft) erstellt. Darüber hinaus werden Schülerinnen und Schüler in arbeitsmarktlichen Maßnahmen in den Bereichen Print und Hörfunk qualifiziert, um so das Projektanliegen in die Tiefe der Gesellschaft zu kommunizieren.
Unterziele und Aktivitäten
Um das Projektziel des Vorhabens zu erreichen, werden bereits bewährte Methoden der Arbeit im Rahmen von SOR-SMC eingesetzt, die themenspezifisch weiterzuentwickeln sind. Diese bewährten Methoden sind im Einzelnen:
- Entwicklung von Materialien für die Weiterbildung im Rahmen der Zielsetzung
- Entwicklung von Seminarkonzepten der beruflichen Weiterbildung
- Durchführung von Fortbildungsmaßnahmen für MultiplikatorInnen (LehrerInnen und SchülerInnen)
- Durchführung von bundesweiten Fachkonferenzen zum Erfahrungsaustausch über die Zielsetzung des Vorhabens
- Transfer der Ergebnisse des Vorhabens in die Regelarbeit im Rahmen von SOR-SMC, um die Nachhaltigkeit sicherzustellen. Dies erfolgt über regelmäßige Netzwerktreffen mit den 15 Landeskoordinatoren von SOR-SMC, mit Kooperationspartnern und der Publikation der Zwischenergebnisse und Ergebnisse in der Zeitung "Q-rage" auf "Radio Q-rage"
- Öffentlichkeitsarbeit in Form von Postkarten, Plakaten zu Aspekten des Projektziels des Vorhabens
Kontakt
Träger: AktionCourage e.V. (Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage SOR-SMC)
Projektleitung: Frau Sanem Kleff
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Das Projekt im Web
Der Träger im Web: www.schule-ohne-rassismus.org
Medien/Links



Informieren und Qualifizieren

