Das Projekt hatte zum Ziel, innerhalb des Ausbildungs- und Berufsalltags Toleranz und Interesse an der kulturellen Vielfalt in Europa fördern. Dies sollte durch die langfristige Etablierung der Marzahn-Hellersdorfer Internationalen Tage der Ausbildung verwirklicht werden.

Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf, in dem die ABU gGmbH angesiedelt ist, war vor einigen Jahren Synonym für ausländerfeindliche Ausgrenzung und Gewalt. MARTINA hat mit den Begegnungen Jugendlicher verschiedener Nationalitäten in Berufswettbewerben, bei kulturellen und sportlichen Erlebnissen ein Zeichen der Aufgeschlossenheit und Toleranz gegenüber Fremdem in die Öffentlichkeit getragen, das dem Bezirk mit seiner kulturellen Vielfalt ein anderes Bild verleiht. Die Ergebnisse können insbesondere dort genutzt werden, wo sich Jugendliche unterschiedlicher Kulturen begegnen: in, Quartieren, Schulen, Betrieben, Vereinen.

Ziele
An der ABU gGmbH lernen Auszubildende verschiedener kultureller Herkunft. Soziale, kognitive und/oder migrationsbedingte Benachteiligungen lassen sie anfällig werden für ausländerfeindliches Gedankengut. MARTINA verfolgte das Ziel, diese latent auftretenden Haltungen aufzuweichen und durch persönliche Erfahrungen im Umgang mit anderen Kulturen gegenseitige Akzeptanz zu erzeugen. Neben positiven Wirkungen bei den unmittelbar Beteiligten in der Auseinandersetzung mit Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Diskriminierung wollte das MARTINA-Projekt mit diesen Maßnahmen einen spezifischen Beitrag zur weiteren Entwicklung von Marzahn-Hellersdorf zu einem weltoffenen und toleranten Berliner Bezirk leisten. Dem diente auch die beabsichtigte große Öffentlichkeitswirkung, unter anderem durch Einbeziehung öffentlicher Veranstaltungsorte.
(geplante) Aktivitäten
- Aktionswochen "MARTINA - Marzahn-Hellersdorfer internationale Tage der Ausbildung". Mit internationalen und interkulturellen Veranstaltungen in einem ausbildungs- und arbeitsmarktbezogenen Kontext sollte die Aktionswoche zu einer festen Institution für junge Menschen im Berliner Bezirk Marzahn-Hellersdorf werden
- Veranstaltung internationaler Vergleichswettkämpfe von Auszubildenden in einer Bandbreite unterschiedlicher Berufe (mit Vorausscheiden)
- Vermittlung interkultureller Gruppenerfahrungen durch gemeinsames Arbeiten und Begegnungsveranstaltungen für junge Menschen aus verschiedenen Ländern
- Auslandspraktika und Auslandsexkursionen zum Kennenlernen fremder Kulturen im beruflichen Umfeld. Kooperationen und Projektarbeit mit ausländischen Partnereinrichtungen
- Weiterbildungsveranstaltungen für Akteure der beruflichen Bildung zu XENOS- spezifischen Themen (mit internationaler Beteiligung)
- Verankerung des Vorhabens im Aktionsplan des Bezirklichen Bündnisses für Wirtschaft und Arbeit Marzahn-Hellersdorf und Einbindung maßgeblicher Akteurinnen und Akteure der kommunalen Politik, beruflichen Bildung, der regionalen Wirtschaft und Arbeitsmarktpolitik
- Öffentlichkeitsarbeit zur kontinuierlichen Information und Sensibilisierung der Bewohner des Bezirks für internationale und interkulturelle Themen der Arbeits- und Berufswelt.
Kooperation und Netzwerke
Wirtschaft: Spree Center Marzahn-Hellersdorf, Geschäfte im Spree Center, Berliner Stadtreinigungsbetriebe, Wirtschaftsbetriebe der Region,Haus Pro Social und Don-Bosco-Zentrum, Spree Bowling Hellersdorf: Abschlussabend, Marzahn-Hellersdorfer Wirtschaftskreis
Politik/Verwaltung: Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, Bezirkliches Bündnis für Wirtschaft und Arbeit, Agentur für Arbeit Berlin Mitte, Jobcenter Marzahn-Hellersdorf
Ergebnisse/Wirkung

Methoden des Internationalen Berufswettbewerbs, kulturelle und sportliche Erlebnisse, ließen Freundschaften entstehen und festigten die Beziehungen zu europäischen Partnereinrichtungen. Floristik-Auszubildende der ABU gGmbH und der Gärtnerschule Szczecin z.B. pflegen intensiven E-Mail-Kontakt und besuchen sich gegenseitig. Die öffentliche Austragung der Berufswettbewerbe und die Präsentation weiterer Ausbildungsergebnisse durch Auszubildende aller beteiligten Partnereinrichtungen an dem jährlich durchgeführten Aktionstag in einem Einkaufscenter bewirkten nicht nur ein positives und anerkennenden Echo in der Bevölkerung und in den Medien, sondern weckten bei den Jugendlichen neben dem Stolz auf ihr Können auch das Bedürfnis nach weiteren interkulturellen Begegnungen. So entstand in der ABU gGmbH die Tradition des „Internationalen Kochens“ von Gerichten aus den Herkunftskulturen Auszubildender.
Produkte
Aus dem Projekt sind die Projektwebsite sowie ein Handbuch für die Organisation einer internationalen Aktionswoche (für den internen Gebrauch) entstanden.
Kontakt
Träger: ABU - Akademie für Berufsförderung und Umschulung gGmbH
Projektleitung: Hans-Joachim Borchert; Projektassistenz: Frau Corinna Winterroll
Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. ; Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Das Projekt im Web: www.martina-abu.de
Der Träger im Web: www.abu-ggmbh.de
Medien/Links
MARTINA im Portrait
Bericht über die MARTINA-Aktionswoche


Martina - Marzahn-Hellersdorfer internationale Tage der Ausbildung

