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Fly High: Hürdenspringer überwindet Schwellen

Jugendlichen bringt ein Real- oder Hauptschulabschluss meist nicht mehr als eine lang andauernde Fahrt im Maßnahmen- Karussell. Die Eltern sind überfordert, wenn es um die berufliche Zukunft ihrer Kinder geht, die Schule kann neben den in Rahmenplänen niedergelegten Aufgaben und vielfältigen Projekten in der Gruppe zusätzliche individuelle Unterstützung meist nicht bereitstellen. Die Jugendlichen fühlen sich von Erwartungen der Eltern und einer Unübersichtlichkeit von Möglichkeiten konfrontiert, die sie eher mutlos einer unbekannten Zukunft entgegensehen lassen. An dieser Schwelle setzt das Projekt Hürdenspringer an: Mittels Mentoring durch berufserfahrene MentorInnen werden die SchülerInnen individuell begleitet und beraten und somit dabei unterstützt „die Hürde zu überspringen.“

 

I. Ausgangssituation

Den Anstoß für das Projekt gab ein ehemaliger Schüler der Röntgen-Oberschule in Neukölln, jetzt Bankkaufmann und Mitglied im Trägerverein des Unionhilfswerk, der vor 25 Jahren die Realschule besuchte und dort noch ganz andere Bedingungen als derzeit vorfand. Mittlerweile sind 70% der SchülerInnen von der Lernmittelzuzahlung befreit und stammen aus langzeitarbeitslosen Familien, der Anteil von SchülerInnen mit Migrationshintergrund liegt bei 90%. Mit einem sozialen Schülerengagement unter dem Motto „Für andere etwas tun macht mich stark“ startete im Oktober 2006 die Kooperation zwischen dem Unionhilfswerk und der Röntgen-Oberschule. Jeweils im Tandem engagieren sich seitdem SchülerInnen der 8. bis 10. Klasse freiwillig nach dem Schulunterricht einmal pro Woche in sozialen Einrichtungen des Unionhilfswerks. Sie gewinnen Einblicke in die Arbeit sozialer Träger, lernen Berufsbilder wie Erzieher, Altenpfleger, Heilerziehungspfleger und Sozialarbeiter kennen und entwickeln vor allem ihre sozialen Kompetenzen weiter. Erfahrungen, die sehr gut in die persönliche Berufsfindung eingebracht und bei Bewerbungen als Zusatzengagement angegeben werden können. Doch schnell stellte sich heraus: Das reicht nicht, wenn man die Integration auch in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt betreiben will. „An unserer Schule schaffen es die meisten nicht, einen Ausbildungsplatz zu finden. Die wollen uns nicht“, beschrieb einer der Schüler einem Mitarbeiter des Unionhilfswerks die häufig anzutreffende Mutlosigkeit am Ende seiner Schulzeit.

In einem Team von drei freiwilligen MitarbeiterInnen und dem hauptamtlichen Freiwilligenmanager des Unionhilfswerks wurde ein Konzept entwickelt, Jugendlichen individuell beim Übergang Schule-Beruf zu helfen. Diese Angebote sind nach dem augenblicklichen Stand der Berufsvorbildung in allgemein bildenden Schulen insbesondere für die Jugendlichen mit Migrationshintergrund aus sozial benachteiligten Familien wichtig. Das Projekt möchte insofern dazu beitragen, der immer noch vorherrschenden Diskriminierung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt entgegenzuwirken

Weil der Träger soziale Aufgaben auch dort sieht, wo Politik und Staat gesellschaftliche Probleme nicht ausreichend lösen können, befördert das Unionhilfswerk mit dem Engagement von freiwilligen Bürgern und Bürgerinnen ergänzende Angebote. Methodischer Dreh- und Angelpunkt ist ein auf die besondere Situation zugeschnittenes Mentoren-Programm. Das Projekt und die Beteiligten verstehen sich dabei nicht als Lückenbüßer für vielfach beklagte staatliche Defizite, sondern als selbstbewusste Akteure in einer lebendigen Zivilgesellschaft. Dies trägt zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und zum Selbstbewusstsein der Engagierten bei.

Mit Hürdenspringer wird – soviel lässt sich nach gut einem Jahr Projektarbeit bereits sagen –  Erfolg versprechend der Schritt über die Schwelle in die Berufsausbildung erleichtert.


II. Das Konzept Hürdenspringer

Wenn ihre Schulzeit zu Ende geht, hat eine Mehrzahl der SchülerInnen von Abschlussklassen weder ausreichend realistische Kenntnisse der Berufs- und Arbeitwelt, noch weiß sie begründet, welche Ausbildung sie anstreben will oder kann. Die Gruppenangebote der Schule zur Berufsorientierung werden meist nicht ausreichend für eine individuelle Berufsfindung oder darauf abgestimmte Bewerbungsstrategie genutzt. Obwohl junge Menschen in schwierigen individuellen Entwicklungsphasen Weisungen der Schule oder von den Eltern skeptisch und ablehnend begegnen, sind sie gleichwohl zu erreichen, wenn sich Menschen aus dem Berufsleben finden, die Jugendliche mit Herz, mit Mut und Vertrauen wahrnehmen, sich für sie interessieren, gemeinsam mit ihnen Anschlussperspektiven entwickeln und ihnen Vorbild sein können.

Mentoring, als ein Instrument der Personalentwicklung in Unternehmen bewährt, wird im Projekt eingesetzt und Ziel entsprechend ausgearbeitet. So werden zunächst Menschen für das Projekt gewonnen, die freiwillig und ohne materielles Entgelt ihre Zeit, Ihre Kraft, ihre Erfahrungen, ihr Wissen, ihre Kontakte unsicheren, wenig orientierten Jugendlichen zur Seite stellen.

Gemeinsam mit den Jugendlichen soll innerhalb einer individuellen Begleitung passgenaue Berufsorientierung sowie der Einstieg in Ausbildung und Beruf gelingen:

  • Das Hürdenspringer-Mentoring wird exemplarisch an zwei Nord-Neuköllner Schulen angeboten.
  • Ein Mentee (SchülerIn) wird jeweils durch eine/n berufs- und lebenserfahrene/n MentorIn kontinuierlich mindestens über ein Jahr von der 9.Klasse an begleitet.
  • Es gilt das Prinzip der Freiwilligkeit bei Mentees und MentorInnen, innerhalb dessen sie sich im Rahmen einer Mentoringvereinbarung zur Mitarbeit selbst entwickelter Zwischenziele für die Berufsorientierung verpflichten.
  • Die MentorInnen werden mit einer 24-stündigen Einstiegsqualifizierung für die Aufgabe vorbereitet und vor Beginn in Einzelgesprächen beraten und ausgewählt.
  • Projektkoordination und externe Coachs begleiten die Tandems und die MentorInnen
  • Flankierend werden Hausaufgabenbegleitung, Vorbereitung auf den MSA, soziales Schülerengagement und gemeinsame Gruppenaktivitäten angeboten.
  • Kooperationen mit Unternehmen, mit der Berufsberatung der Arbeitsagentur, mit den Kammern, zu Migrantenorganisationen und Projekten im Sozialraum werden genutzt oder neu angebahnt.
  • Freiwilliges soziales Engagement wird als Möglichkeit präsentiert und erlebt.


III. Strategische Kooperation

Das Unionhilfswerk versteht sich als ein sozialer Träger, der Hilfe zur Selbsthilfe und gesellschaftliche Solidarität in unterschiedlichen Kontexten vertritt und organisiert. So wird auch das dem Projekt zu Grunde liegende Mentorenprogramm gestützt, in dem der Träger berufs- und lebenserfahrene Menschen findet und zu MentorInnen für junge Menschen im Übergang von Schule zum Beruf ausbildet. Diese freiwilligen MitarbeiterInnen sind zumeist zwischen 30 und 45 Jahre alt. Sie gehören in der Tendenz allen Berufsbereichen an.

Das Projekt arbeitet im Wesentlichen mit zwei Neuköllner Schulen – der Röntgen-Oberschule und der Zuckmayer-Sekundarschule - zusammen. Diese Zusammenarbeit wird begleitet unter anderem von der Kooperation mit den Eltern der Jugendlichen, mit lokalen Unternehmen, mit Migrantenorganisationen und mit der Berufsberatung Agentur für Arbeit.


IV. Ziele, Inhalte, Methoden

Was im Projekt geschieht, lässt sich schwer normen. Wer unsicheren jungen Menschen dazu verhelfen will, motiviert ihr Bestes zu geben, dem gelingt das je individuell durch seine bestimmte Haltung, durch die Art zu sprechen oder jemandem in die Augen zu sehen. „Er hat sich für mich interessiert“, bemerkt ein Mentee, „er ist mit mir hingefahren und hat mir gesagt, wie ich reden soll - bis dahin habe ich nämlich gedacht, ich rede mit jedem wie mit Kumpels - das ist normal. Ich habe gar nichts gewusst“. Dass sich den Jugendlichen neue Erfahrungsräume öffnen, dass sie Erlebtes reflektieren, dass sie wahr- und ernst genommen werden, wenn sie sich auf das Mentoring einlassen, entscheidet den Erfolg der Projektarbeit.

Die MentorInnen haben Zeit, sie kennen die Arbeitswelt, sie wissen Unternehmen anzusprechen, sie sprechen Menschen an, die wichtig für die Jugendlichen werden können. „Meine Kontakte sind ein Fundus für die jungen Leute“, so beantwortete ein Mentor die Frage nach seinen Möglichkeiten. Die MentorInnen begegnen den Jugendlichen mit Autorität, aber auf Augenhöhe. In dem sich diese Authentizität mit beruflichem Erfolg verbindet, werden Erwachsene zu akzeptierten Partnern der Jugendlichen. Die Chemie muss stimmen: nicht jede/r MentorIn entspricht jedem Jugendlichen, deshalb findet eine möglichst passgenaue Vermittlung im Rahmen eines Matching statt. Mit Hilfe der bei Jugendlichen angesagten Methode des Speed-dating können sich die zukünftigen MentorInnen und Mentees einander befragen, sich annähern und sich verabreden. So ist rasch zu erkennen, wer nicht zusammen passt. Im Vorfeld bewerben sich die Jugendlichen für ein Mentoring und beide – MentorInnen und Mentees – füllen einen Fragebogen zu Erwartungen und Wünschen an das Mentoring aus.

Im Verlauf des Vorhabens wurden an den zwei beteiligten Schulen insgesamt in den 9. und 10. Klassen 38 Tandems gebildet. Es hat sich herausgestellt, dass die Arbeit im Tandem - je ein Jugendlicher und ein/e MentorIn kooperieren – besonders gut geeignet ist, um

  • Individuelle Berufsorientierung zu fördern
  • Stärken- und Interessenprofile zu erarbeiten
  • realistische Berufswünsche zu formulieren
  • eine persönliche Bewerbungsstrategie zu entwickeln
  • freiwillige Praktika und Schülerengagement zu initiieren und zu verabreden
  • Fehlzeiten zu reduzieren
  • schulische Leistungen zu verbessern
  • Exkursionen außerhalb des gewohnten Umfeldes zu unternehmen
  • Betriebe aufzusuchen
  • Veranstaltungen zu besuchen
  • Jugendlichen aus Migrantenfamilien ein Ankommen in der Mehrheitsgesellschaft zu ermöglichen und eine positive Beziehung zu einem freiwillig engagierten Erwachsenen aufzubauen

Wenn der persönliche Kontaktfundus der MentorInnen nicht ausreicht, suchen die Tandems potenzielle Ausbildungsbetriebe auf, um sich vorzustellen. Diese so genannte Kaltakquisition erweist sich als erfolgreich: die Betriebe spüren, dass mit dem Mentoring die Stärken und Schwächen der BewerberInnen im Hinblick auf Praktikums- oder Ausbildungsplätze bereits festgestellt worden sind und sie im Zweifelsfall auf die Unterstützung einer breiten Koalition aus MentorInnen; Eltern und LehrerInnen vertrauen können.

 

V. Erfolgsfaktoren

Viele BürgerInnen sind bereit, freiwillig der Gesellschaft einen Teil von dem zurückzugeben, was sie selbst an Förderung, Ermutigung und glückhaften Umständen erfuhren. Sie wollen wirksam werden. Ihr Einsatz ist darauf gerichtet, sichtbar und erfolgreich in der Projektarbeit zu sein, und sie wollen nach der Begleitung eines Jugendlichen ohne moralischen Druck überdenken, ob sie ihren Einsatz für die jungen Menschen fortsetzen wollen oder nicht.

Lehrkräfte, Schulsozialarbeit und Eltern hingegen sind oft in zu eng begrenzten Rollen befangen: „Sie sagen allen immer das gleiche, sie hören uns nicht zu. Mein Mentor aber interessiert sich für mich, er hört mir zu, er ist erfolgreich, er spricht über seine eigene Geschichte“, so schildert ein Schüler das Zusammenwirken mit der neuen, ihm eigentlich fremden, Bezugsperson.

Es scheint so, dass die MentorInnen  einen signifikanten Erfolg an der ersten Schwelle bewirken können, weil

  • sie wissen, wie Betriebe „ticken“ z.B. hinsichtlich Personalauswahl
  • sie Betriebe kennen oder keine Probleme haben, Kontakte herzustellen
  • die Betriebe Mentoring auch als eigene Chance erkennen: der Mentor/die Mentorin unterstützt beim Abgleich von Kompetenzvorstellungen der Betriebe und den Fähigkeiten des Bewerbers
  • sie helfen Konflikte zu vermeiden oder zu regeln
  • sie Stärken und Schwächen der Bewerber identifizieren helfen. Das unterstützt die anstehenden Matchingprozesse zwischen Unternehmen und BewerberInnen
  • sie die Bildung von Sozialkompetenz unterstützen.

Die im Mentoring-Programm methodisch gewünschte Balance zwischen gezielten Unterstützungsangeboten und Förderung von Eigeninitiative unterstützt das Erwachsenwerden der jungen Menschen. Darüber hinaus weitet sich nicht nur der Horizont der Jugendlichen sondern auch der „gestandenen“  MentorInnen, die im Kontakt mit den Mentees ihnen oft bis dahin fremde Lebenswelten kennen lernen. Sie tragen so zu gesellschaftlicher Kohäsion bei, stärken Generationenbeziehungen und vermitteln Toleranz, Verständnis für andere Lebenswelten und die Wichtigkeit des bürgerschaftlichen Engagements für ein demokratisches Gemeinwesen.

Die Partnerschaft der staatlichen Schulen mit dem gemeinnützigen Träger verschafft den SchülerInnen ergänzende Beratungen, Hilfen, Informationen und Kompetenzen, die ihre Praktikums- und Ausbildungsfähigkeit soweit bessern, dass Benachteiligung erschwert, wenn nicht gar verhindert werden kann.


VI. Herausforderungen

Weil Hürdenspringer sich um Vernetzung mit Unternehmen mit der Entwicklung stabiler Kooperationen und anderen Berufsorientierungsprojekten auch in Zukunft bemühen will und muss, entstehen zeitliche Ressourcenbedarfe, die immer wieder eine Herausforderung in der täglichen Projektarbeit darstellen. Zudem erfordert die anstehende Schulstrukturreform ab dem Schuljahr 2010/2011 mit der Zusammenlegung von Haupt- und Realschulen zu Integrierten Sekundarschulen im Rahmen von Ganztagesschulen eine verstärkte Abstimmung mit den Kooperationsschulen und ein Neuknüpfen des Netzwerkes mit den weiteren schulischen Kooperationspartnern.

Auch die verstärkte Gewinnung von MentorInnen mit Migrationshintergrund bringt die Notwendigkeit einer geduldigen und kontinuierlichen Beziehungsarbeit zu entsprechenden Multiplikatoren und Migrantenorganisationen mit sich.

Wie jedes Projekt ist auch Hürdenspringer Teil von Netzwerken. Um diese entsprechend fruchtbringend für alle Akteure im Bereich Berufsorientierung und Jugendmentoring zu gestalten, sollte die Konzentration und der Ausbau auf funktionierende, bestehende Netzwerke gelegt werden, wie etwa die besonders hilfreiche Denkwerkstatt Jugendmentoring (www.jugendmentoring.de). Ein stärkerer Austausch der XENOS-Projekte, zumal aus ähnlich gelagerten Schwerpunkten, und die Klärung von Zuständigkeiten für Mentoring im Übergang Schule-Beruf auf Senatsebene trägt zur Unterstützung von Hürdenspringer bei.

Die vorzeitige Beendigung von Mentoring-Beziehungen, 30% von ihnen werden derzeit vor einem Jahr beendet, ist nicht auszuschließen und die Abbruchquote normal für Projekte wie Hürdenspringer, jedoch will das Projekt bessere Werte erreichen. Entsprechend wird die Auswahl, Vermittlung und Begleitung der Tandems weiterentwickelt, die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt, Fortbildung von LehrerInnen und AusbilderInnen geplant und der Dialog mit den Eltern ausgeweitet.

Eine Herausforderung bleibt bestehen, die sehr individuellen Erfahrungswerte der bisherigen und zukünftigen Mentorings unter methodischen Gesichtpunkten zu sammeln und darzulegen im Sinne der Qualitätssicherung und nachhaltigen Nutzung.

Hürdenspringer hat Interesse auch überbezirklich erweckt, deshalb sind die Gestaltung einer wahrnehmbaren und wirkungsvollen Öffentlichkeitsarbeit und die Entwicklung einer nachhaltigen Fundraisingstrategie für das Projekt sehr wichtig.


VII. Perspektiven

Vom Projekt Hürdenspringer können Signale ausgehen:

  • Die Partnerschaft öffentlicher Schulen mit einem auf Freiwilligenarbeit bauenden gemeinnützigen Träger öffnet zusätzliche Optionen
  • Berufsorientierung ergibt sich aus kundiger und individueller Begleitung mit entsprechend entwickelten engagementfreundlichen Rahmenbedingungen
  • Jugendlichen mit Migrationshintergrund gelingt es mit Hilfe des Mentoring häufiger als ohne diese Unterstützung, die Hürden in Ausbildung und Beschäftigung zu überwinden
  • Jugendliche mit Migrationshintergrund haben eher die Chance, in der Gesellschaft anzukommen und sich außerhalb der eigenen Community zu wagen. Sie werden nicht abgestempelt und diskriminiert.
  • Derartige Kooperationen erfordern auch finanzielle Beteiligung der Schulen, diese sollen nachhaltig gestaltet werden.

Es ist nicht gering zu schätzen, dass mit dem Projekt Hürdenspringer die Beziehungen der Generationen untereinander gestärkt werden, dass getrennte Lebenswelten sich annähern, dass Kohäsion entsteht, wo Indifferenz, Ignoranz und Aggression soziales Miteinander gefährden.

In Erwägung, dass die wirtschaftliche und demografische Entwicklung Einsparungen bei einem gleichzeitig verstärkt auftretenden Bedarf an qualifiziertem Nachwuchs erwarten lässt, haben Modelle wie Hürdenspringer Pilotcharakter. Es kommt darauf an, sie zur Regel  zu machen.

 

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